"Wir wünschen uns alle noch viel mehr Produkte mit großartiger User Experience"

Interview mit Jonas Fuchs, Usertimes

Usertimes nimmt am 2. Start-up Online-Pitch von marktforschung.de teil. Jonas Fuchs berichtet was ihr Start-up von anderen unterscheidet, über ihr Geschäftsmodell, welche Kundenprobleme sie adressieren und was die Ziele für 2021 sind.

Interview Usertimes Beitrag (Bild: Usertimes)

Wie würden Sie Ihr Geschäftskonzept in einem Satz beschreiben?

Jonas Fuchs: Für UX- und Produktentwicklungsteams bieten wir UX Analyse- und UX Wissensmanagmentsoftware, um Customer/User Research effizient auswerten zu können und langfristig auf wertvolle Insights zurückgreifen zu können.

Wie kam es zu der Gründung Ihres Start-ups? Was ist Ihr Gründungsmythos?

Jonas Fuchs: Gestartet sind wir 2017 mit einem eingespielten Team, einer Vision und Tatendrang auf Basis der Erfahrungen, die wir mit unserem ersten Startup in der Marktforschung bereits gesammelt hatten. Der Neustart profitiert seit Beginn von dem tiefen praktischen Verständnis der Abläufe, Methoden und Herausforderungen im User Research Bereich - und dem Wissen über fehlende Services und Tools. Wir nutzen unser eigenes Tool ausgiebig im Rahmen von UX Dienstleistungen oder der eigenen internen Research und sind daher bis heute in vielerlei Hinsicht sehr nutzerzentriert.

Welches Kundenproblem adressieren Sie?

Jonas Fuchs: Für qualitative Studien fallen im Laufe des Prozesses viele verschiedene Aufgaben für einen User Researcher an. Viele davon sind bisher wenig effizient und oft stark von manuellem Aufwand geprägt. Vor allem in der Analyse und Dokumentation wird dies häufig noch dadurch verstärkt, dass Wissen zwar erhoben und analysiert wird, häufig aber nicht vollständig eine Verwertung findet. 

Schlussendlich stehen User Researcher und ihre Unternehmen vor einer Hürde und der Möglichkeit des Informationsverlustes, der dazu führt, dass Unternehmen nicht das Potential erreichen, zu dem sie und das Produkt fähig sind. Und seien wir ehrlich: Wir wünschen uns alle noch viel mehr Produkte mit großartiger User Experience.

Daher bieten wir spezialisierte Software für die qualitative Analyse und nachhaltige Speicherung und Nutzung von User Research Daten und Erkenntnissen.

Wie weit sind Sie in der Entwicklung? Gibt es bereits Testprojekte?

Jonas Fuchs: Was im Kleinen vor über zwei Jahren gestartet hat, ist heute mit consider.ly eine umfangreiche Software geworden, welche verschiedene Studienphasen unterstützt und vor allem bei der Auswertung und Kommunikation weiterhilft.

Die dabei zentrale, untereinander vernetzte UX Wissensdatenbank bietet hier vielen Kunden heute, wie eine Art Bibliothek, Zugriff auf das gesammelte Wissen über den Kunden und die Produkte.

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Bereits früh konnten wir z.B. mit der EnBW Energie Baden-Württemberg AG namhafte Kunden gewinnen und gemeinsam an passenden Konzepten und Lösungen arbeiten. Viele Pilot und Kundenprojekte sowie von uns begleitete User Research bringen uns hier stetig weiter und setzen die Entwicklung unserer User Research Software fort.

Wodurch unterscheidet sich Ihr Start-up? Was ist Ihr USP? 

Jonas Fuchs: Wir fokussieren uns auf Software für User Research und damit verbundene Methoden und Abläufe. Besonders geht es dabei um die langfristigen Aspekte, Benefits und die Produktivität von User Researchern. Die Verknüpfung von qualitativer Datenanalyse und der Kommunikation der Erkenntnisse hilft dabei Research innerhalb von Teams mehr Reichweite und eine langfristige Wirkung zu geben. Vor allem die Möglichkeit, sich durch die Daten und Erkenntnissen zu bewegen, zu suchen und zu visualisieren führt zu einer besseren nutzerzentrierten, datengestützten Entwicklung in allen Aspekten.

Interview Usertimes Grafik (Bild: Usertimes)
Beispiel der Ansicht der Funktion “Discover”, um basierend auf verschiedenen  Daten Muster und Korrelationen zu erkennen (Bild: Usertimes)

Welche Ziele wollen Sie bis Ende 2021 erreicht haben?

Jonas Fuchs: Produktseitig sollen die Funktionalitäten im Bereich der qualitativen Datenanalyse in der erweitert werden, um auch klassische Anwendungsfälle umfänglich abdecken zu können.

Auf der geschäftlichen Ebene steht für uns dieses Jahr das internationale Wachstum ganz vorne. Wir arbeiten daran, am Ende des Jahres mehr als 50% unseres Umsatzes über Kunden aus dem Ausland erwirtschaftet zu haben und damit unsere Software, "made + hosted in Germany", auch in die Welt zu tragen.

Was würde Ihnen aktuell am meisten weiterhelfen?

Jonas Fuchs: Wie immer macht es es auch hier die Mischung. Im Kern aber sind unsere großen und wichtigen nächste Schritte basierend auf dem Feedback aus der UX- und Marktforschungsbranche. Denn natürlich ist es wichtig, auch für die eigene User Research die Bandbreite noch besser erfassen zu können und so passende Funktionen ergänzen zu können. Besonders hilfreich sind hier gemeinsame Entwicklungstätigkeiten mit Kunden und Partnern im Rahmen von Pilotprojekten.

Mit welcher Art Geschäftsmodell wollen Sie Ihre Einkünfte erzielen?

Jonas Fuchs: Die Software wird in verschiedenen consider.ly-Lizenzen als monatliche oder jährliche Lizenz angeboten. Hierbei gibt es passend für verschiedene Kundengruppen unterschiedliche Funktionsumfänge. Kostenlos bieten wir vorab eine längere Testphase sowie kostenlose Accounts an, um Kolleginnen und Kollegen Lesezugriff zu gewähren.

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/pj

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