„Wir sind ein Tech-Unternehmen, das den gleichen Qualitätsanspruch wie die traditionellen quantitativen Institute hegt.“

Janina Mütze, Civey

Die Imagestudie 2022 lieferte erfreuliche Ergebnisse für Civey: Von betrieblichen Marktforschenden wird das Civey Panel als eines der Top5-Panels im Bereich „Innovation & Kreativität“ gesehen. Im Interview bezieht Gründerin und CEO Janina Mütze Stellung zu den Ergebnissen der Studie und erklärt, was das Civey Panel besonders macht.

IV mit Janina Mütze von Civey

marktforschung.de hat auch in diesem Jahr wieder eine Branchenumfrage zu Bekanntheit, Weiterempfehlungsbereitschaft (NPS) und dem Image von Online-Panels in Deutschland durchgeführt. Civey erhält erstmals eine Medaille aus Sicht der betrieblichen Marktforscher. Hat Sie das überrascht?

Janina Mütze: Zuerst einmal zeigt die Studie, dass es schwierig ist, verschiedene Anbieter miteinander zu vergleichen, da die Leistungen und Produkte von Online-Panels so verschieden sind. Zudem sind viele technologische Innovationen oder neue Wege im Markt noch unbekannt. Hier besteht sicher noch ein großer Informationsbedarf. Das gehen wir gerne an, indem wir über die Möglichkeiten auf Basis neuer Technologien offen und transparent sprechen.

Aber es freut uns sehr, dass wir bei der ersten Teilnahme an der Studie gleich mit einer Medaille im Bereich Innovation ausgezeichnet wurden. Dies belegt unseren Anspruch, stets neue Ideen in der digitalen Markt- und Meinungsforschung zu entwickeln und hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Ungestützt nannte kein Befragter Civey in unserer Erhebung, gestützt ist Civey aber bereits über der Hälfte aller Marktforschenden in unserer Erhebung ein Begriff. Lt. eigener Angabe hat Civey eines der größten Access-Panels in Deutschland zu bieten. Ist geplant, den Panel-Service aktiv zu vermarkten? Auch als Dienstleister für andere Institute?

Janina Mütze: Civey ist kein klassischer Panel Provider. Daher macht es den Vergleich so schwierig. Wir bieten Marktforscherinnen und Marktforschern umfassende Lösungen und Studien durch Erhebungen im vollständig eigenen Panel. Wir sind ein Tech-Unternehmen, das den gleichen Qualitätsanspruch wie die traditionellen quantitativen Institute hegt. Dabei arbeiten wir rein online. Unsere Qualität resultiert aus unserem eigenen Ökosystem, in dem wir die volle Kontrolle haben. Weder kaufen wir noch verkaufen wir Nutzerdaten. Wir kennen unsere Panelisten und können mögliche Biases daher sehr gut kontrollieren. So setzen wir inzwischen auf ein Panel mit rund einer Million verifizierten und monatlich aktiven Nutzerinnen und Nutzer. Unsere Kunden profitieren von schnellen Ergebnissen, auch in ihren eigenen, teils sehr spitzen Zielgruppen. 

Auch andere Institute greifen auf diese Daten zurück wie beispielsweise das DIW. Doch unser Angebot verfolgt immer einen ganzheitlichen Weg: Wir erstellen die Umfragen im Auftrag des Kunden, bieten die Datenerhebung und Berechnung und beraten bei der anschließenden Weiterverarbeitung und Nutzung der Daten. Diesen Weg gehen wir weiter.

Was unterscheidet das Civey-Panel genau von anderen Häusern?

Janina Mütze: Wir haben zwei zentrale Innovationen entwickelt, die den Kunden zugutekommen. Erstens haben wir die Rekrutierung der Panelisten über einen neuen Weg ermöglicht. Wir erreichen die Menschen da, wo sie täglich sind: Beim Lesen von Nachrichten über Politik oder Sport im Internet oder beim Checken ihrer E-Mails. Die Größe des Panels ermöglicht, dass unsere Kunden sehr schnell verlässliche Antworten auf ihre Fragen erhalten - auch in spitzen Zielgruppen. 

Zweitens konnten wir ein voll automatisiertes Ökosystem für Markt- und Meinungsforschung aufbauen, das eine sehr gute Qualität, Geschwindigkeit und einfache Prozesse ermöglicht. Denn von der Verifizierung der Nutzerinnen und Nutzer über die Quotierung und Nachgewichtung bis zu komplexen Datenmodellierungen finden alle Schritte automatisiert statt. Unseren Kunden können so die Daten fortlaufend live im Blick behalten. 

Diese Vorteile nutzt Vodafone, um seine Marktanteile fortlaufend mit uns zu messen. Zudem auch Volkswagen, die rund um die Uhr den eigenen Kampagnenerfolg im Blick behalten. Darüber hinaus entwickeln wir stetig neue Kundenlösungen und Features wie beispielweise Kampagnenmessungen, Zielgruppen- oder Innovationsanalysen.  

Civey wird von Betrieblichen Marktforschenden als eines der Top5-Panels im Bereich „Innovation & Kreativität“ gesehen. Wie erklären Sie sich das gute Abschneiden in dieser Dimension?

Janina Mütze: Civey verfolgt den Anspruch, stets neue Ideen für die digitale Marktforschung voranzutreiben. Es ist Teil unserer DNA. Unsere Developer und Statistiker arbeiten kontinuierlich daran, neue Features zu entwickeln und auf Kundenwünsche einzugehen. Das schätzen unsere Kunden sehr. Sicherlich hat auch unser Geschäftsmodell der automatisierten Datenerhebung und -verarbeitung dazu beigetragen.

Noch gibt es auch in unserer Studie viele Marktforschende, die das Image von Civey kritisch beäugen. Was ist Ihre Strategie, den Markt noch stärker von sich zu überzeugen?

Janina Mütze: Hunderte Kunden sind von unseren USPs bereits überzeugt: Wir bieten Daten in Echtzeit, schnelle Datenerhebung sowie Datenanalysen in spitzen Zielgruppen und bis auf Landkreisebene. Gerne überzeugen wir davon weitere potenzielle Kundinnen und Kunden im direkten Gespräch. Das ist unser Weg. Auch die Studie zeigt: Über uns wird viel gesprochen. Zielführender ist es, mit uns zu sprechen. Wir würden uns sehr darüber freuen.

Über Janina Mütze

Janina Mütze von Civey
Janina Mütze ist Mitgründerin und Geschäftsführerin von Civey. Vor Gründung des Unternehmens hat die studierte Volkswirtin die Interessen der Venture Capital- und Private Equity-Investoren im politischen Berlin u.a. als Referentin der Geschäftsführung vertreten. Neben ihrer Arbeit für Civey ist Janina Mütze heute Mitglied des Aufsichtsrats des Fintech Comeco sowie Mitglied in den Beiräten Junge digitale Wirtschaft beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie für Gründungen an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin.

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