"Wir nehmen eine deutliche Veränderung gegenüber der Situation vor zwei Jahren wahr – da gab es nur schwarz und weiß."

Janina Mütze, Civey

Auf der Veranstaltung von GESIS, ADM und DGOF in Mannheim sprachen wir auch mit Janina Mütze von Civey.

Janina Mütze, Civey
Janina Mütze, Civey

marktforschung.de: Fühlt Ihr Euch geehrt, dass Ihr bei einer Veranstaltung so im Vordergrund steht?

Janina Mütze: Ja, es ist eine sehr hochkarätige Veranstaltung mit vielen wichtigen Akteuren aus Branche und Wissenschaft. Für solche Formate, die darüber hinaus einen inhaltlichen Austausch bieten, sind wir natürlich offen und freuen uns teilnehmen zu können. Auf Basis sachlicher Diskussionen kommen wir zunehmends - auch öffentlich - davon weg, zu vereinfachen, alles über einen Kamm zu scheren und zu glauben, es gebe nur einen richtigen Weg in der Datenerhebung, der auf alle Anwendungsfälle passt. Die Initiative der GESIS ist meiner Ansicht nach von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen und genutzt worden.

marktforschung.de: Wie war der Tag bislang?

Janina Mütze: Sehr spannend und aufschlussreich. Wir sind immer wieder über die Emotionalität der Diskussion überrascht, nehmen aber gleichzeitig eine deutliche Veränderung gegenüber der Situation vor zwei Jahren wahr. Da gab es nur schwarz und weiß. Das ist heute anders. Der Dialog auf Augenhöhe hat uns gezeigt, dass die Experten, die eher traditionell geprägte Unternehmen vertreten, heute eine andere Offenheit an den Tag legen. Gleichzeitig freuen wir uns über das inhaltliche Interesse aus der Wissenschaft. Es geht heute ja nicht nur um Civey, sondern um die Anwendbarkeit von non probability im Allgemeinen. Dabei geht es nicht nur um das, was man sich in einer perfekten Welt wünscht, sondern auch um das, was in der Praxis sinnvoll ist und gut funktioniert. Unsere Methode ist durch ihre Präsenz dabei ein gutes Beispiel aus dem echten Leben. Neben einer allgemeinen Methodendiskussion, die sich um sozialwissenschaftliche Fragen dreht, stellen wir fest, dass gerade unserer Technologieansatz für einige erklärungsbedürftig ist. Neue Möglichkeiten aus dem Bereich Machine Learning müssen erst einmal verstanden und in Kontext gebracht werden.  

marktforschung.de: Was sagt Ihr zu dem Projekt, das der ADM vorgestellt hat. Werdet Ihr an dem Projekt mitmachen?

Janina Mütze: Wir können uns sehr gut vorstellen, uns zu beteiligen. Wir hatten auch schon in der Vergangenheit anderen Initiativen aus der Branche zugesagt und freuen uns auf die Umsetzung in diesem Jahr. 

Das Interview führte Holger Geißler.

Zur Veranstaltung lesen Sie hier mehr.

Veröffentlicht am: 13.02.2020

 

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