"Von der Messe für Marktforschung, zur Messe für Research, Data & Insights."

Research & Results 2019

Am 23. und 24. Oktober 2019 findet in München die Research & Results 2019 statt. Wir sprachen mit Geschäftsführer Martin Sippel über die Trends der Branche, die auch auf der Messe Thema sein werden. Außerdem erzählte er uns, inwiefern sich die Messe in den letzten 14 Jahren verändert hat.

marktforschung.de: Herr Sippel, bei Ihnen laufen die Vorbereitungen aufs "Oktoberfest der Marktforschung" auf Hochtouren. Können Sie schon sagen, was es bei der diesjährigen Research & Results Neues geben wird?

Martin Sippel: Zum Thema Nachwuchsförderung und berufliche Weiterbildung gibt es in diesem Jahr erstmals eine Recruiting-Plattform, wo sich Aussteller in Kurzvorträgen als zukünftige Arbeitgeber präsentieren. Wir laden ja auch immer Studenten ausgewählter Hochschulen auf unsere Messe ein. Dann bieten wir auf Wunsch einiger Aussteller zwei flexible Workshop-Formate, also Vortragslängen, an. Manches Thema erzählt sich kompakt in 30 Minuten, für Fallbeispiele zusammen mit Kunden sind vielleicht 45 Minuten das Richtige. Ganz neu ist nicht zuletzt unser kostenloses Training für Unternehmensmarktforscher.

marktforschung.de: Wie gehen Sie damit um, dass die Branche ganz schön durcheinander gewirbelt wird? Kantar wird mehrheitlich an einen Investor verkauft, bei Dynata, frisch umgetauft, gab es auch schon Verkaufsgerüchte. Und alle Institute haben mit dem Thema Digitalisierung zu tun und überlegen sich, ob sie etwas bei ihrer Strategie anpassen müssen. Kümmert Sie das als Messeveranstalter?

Martin Sippel:
Das Thema Digitalisierung begleitet uns ja schon seit Jahren. Klassische Marktforschung und Data Analytics sind in vielen Bereichen schon nicht mehr zu trennen. Wir möchten als führende Messe allen Entwicklungen der Branche eine Plattform bieten, den neuen wie den etablierten. Dem trägt unsere neue Positionierung Rechnung, von der Messe für Marktforschung zur Messe für Research, Data & Insights.

marktforschung.de: Welche Trends werden im Oktober eine Rolle spielen im MOC? 

Martin Sippel: Die Integration von Künstlicher Intelligenz in den Forschungsprozess ist gefühlt ein Schwerpunkt im Rahmenprogramm. In den letzten beiden Jahren wurden hier große Fortschritte erzielt. Automatisierung und Agilität sind weitere Buzzwords. Nichtsdestotrotz deckt das Rahmenprogramm mit den Workshops und der Innovation Area das gesamte Feld der Insightsgewinnung ab.

marktforschung.de: Kürzlich erreichte uns ein Newsletter von Ihnen, in dem ein Training auf der Messe beworben wird, für das man sich anmelden kann. Es hat den Titel: "Machtspielen erfolgreich begegnen" und soll den Besucherinnen und Besuchern helfen, in der Firma mit Widerständen und sonstigem Ärger aller Art geschickter, wie es heißt, umzugehen. Wie kamen Sie auf die Idee, ein solches Training anbieten? Beobachten Sie Machtspiele und Intrigen in der Branche?

Martin Sippel: Wir haben enge Kontakte zu einigen Unternehmensmarktforschern und hören, dass die Position des "klassischen" betrieblichen Marktforschers durch die wachsende Zahl von Datenanalysten herausgefordert wird. Hier geht es schon darum, wer in Zukunft "den Hut aufhat" zum Thema Insights und Kundenwissen. Deshalb wollten wir dieser wichtigen langjährigen Gruppe von Messebesuchern und Auftraggebern ein wirklich nutzbringendes Dankeschön übermitteln. Beate Munding, die wir als Referentin beim BVM kannten und kontaktiert haben, hat in ihrer Funktion als Business Coach – branchenübergreifend – ebenfalls häufig mit dieser Thematik zu tun. Den Titel des Seminars haben wir mit ihr zusammen entwickelt: "Machtspielen erfolgreich begegnen" betont den spielerischen Umgang mit ganz natürlichen Machtansprüchen in Unternehmen und hat mit Intrigen nichts zu tun.

marktforschung.de: Die Research & Results gibt es seit 14 Jahren, wie hat sie sich in dieser Zeit verändert, was die Themen betrifft? Lässt sich das grob beschreiben?

Martin Sippel: Die Messe hat sich mit der Branche verändert und ist mit ihr gewachsen. Als wir 2006 anfingen, war der größte Trend, die zunehmende Internationalisierung, aber noch gar nicht absehbar. Aussteller und Besucher kamen damals fast ausschließlich aus dem deutschsprachigen Raum. Letztes Jahr hatten wir dagegen Aussteller aus 25 Ländern und Besucher aus über 40 Nationen.
Thematisch hat sich natürlich sehr viel getan, was auch an der Fülle der Vorträge liegt. 2006 waren es 39, heuer werden wir 112 Vorträge in den Workshopräumen und 31 in der Innovation Area haben. Damit wird dann das ganze Spektrum der Branche abgedeckt. Aber auch neueste Trends werden bei den Präsentationen ersichtlich. So hatten wir schon im Jahr 2006 drei Workshops zum Thema Mobile Research, obwohl das iPhone erst ein Jahr später rauskam.

marktforschung.de:
Vielen Dank Herr Sippel, für das Gespräch.

Das Interview führte Tilman Strobel

Veröffentlicht am: 17.09.2019

 

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