Virtuelles Design Thinking

Interview zum WdM Web-Seminar von Produkt + Markt am 08.10.

Worin liegen die Chancen, kreative Ideen oder Praktiken, online sowie offline umzusetzen? Welche Schwierigkeiten können auftreten und welche Prozessschritte sind dabei essenziell? In dem Web-Seminar stellen Bianca Prommer von GrowFact und Heiner Junker von Produkt + Markt vor, wie sich Home-Office, verteiltes Arbeiten und Kreativität auch im Bereich des Design Thinkings nicht ausschließen müssen.

WDM: "Design Thinking" (Bild: SNFV GmbH)

In ihrer WdM-Präsentation, am 08.10.2020 um 10:00 Uhr, geht es um das Thema Virtuelles Design Thinking.

Was begeistert Sie persönlich besonders an dem Thema?

Heiner Junker: Wir sind besonders begeistert von dem Feedback unserer Kunden. Offenbar haben wir mit unserer Idee ins Schwarze getroffen. Übrigens haben wir bei der Entwicklung Design Thinking praktiziert und dabei vom Feedback und den Impulsen der Anwender profitiert. Das hat uns auch begeistert.

Worin sehen Sie die Chancen, kreative Ideen oder Praktiken, die man „offline“ hat, auch „online“ umzusetzen? Und welche Schwierigkeiten können dabei auftreten?

Heiner Junker: Viele Organisationen verlagern ihre Innovationsprozesse in den virtuellen Raum. Das hat eine ganze Menge Vorteile. So können die Teams verteilt sein, das heißt, die Personen aus unterschiedlichen Regionen eingebunden werden und die können dann auch noch zu unterschiedlichen Zeiten, also asynchron, zusammenarbeiten. Dadurch werden die Teams deutlich flexibler und sind oft sogar effizienter. Natürlich gibt es auch Herausforderungen so zum Beispiel: „Wie schaffe ich es eigentlich das Team zu aktivieren und zwar über einen langen Zeitraum?“ Wenn sich nämlich die Teammitglieder nur am Bildschirm sehen, ist das gar nicht so einfach. Oder: „Wie kann ich trotz der räumlichen Distanz eine Nähe zum User aufbauen und die Insights und auch das Feedback generieren, das ich brauche?“ Und nicht zuletzt: „Wie gelingt es mir, begreifbare und erlebbare Prototypen zu erstellen?“ Damit das funktioniert, haben wir die virtuelle Designreise entwickelt.

Sie beide haben gemeinsam einen virtuellen Design Prozess entwickelt. Ohne zu viel zu verraten: Welche(r) Schritt(e) sind essenziell in diesem Prozess?

Heiner Junker: Nicht alles was wir im live Workshop so gerne und erfolgreich praktiziert haben, funktioniert auch Online. Einfaches Paste and Copy von Offline zu Online klappt nicht. Die virtuelle Designreise setzt stattdessen auf neue, effektive Formen des Teamworks und des Coachings. Mehr noch - sie ermöglicht es die Zielgruppe während des gesamten Prozesses immer wieder einzubinden und so Innovationen zu entwickeln, die User noch glücklicher machen. Der Ablauf der Reise orientiert sich am klassischen Design Thinking Prozess oder aber an den einzelnen Etappen eines spezifischen agilen Projektes. Für jeden Projektschritt haben wir die Tools und Templates bereits vorbereitet. Dazu gibt es Videotutorials und auch Beschreibungen wie die Teams diese Instrumente am besten nutzen. Im virtuellen Design Space werden alle Insights, Ideen und auch Prototypen erarbeitet und dokumentiert.

Entscheidend für den Erfolg jedes Projektes sind aber nicht nur Technik, Tools und Templates, sondern vor allem die Erfahrung und Kompetenz der Coaches. Sie müssen im digitalen Raum noch flexibler sein und trotz der Distanz einen produktiven Teamgeist schaffen.

Stichwort Elevator Pitch: Wenn Sie das Thema Ihrer Präsentation in einem Satz zusammenfassen müssen, wie würde der lauten?

Heiner Junker: Die virtuelle Design Reise geht ungewöhnlich vertraute Wege.

Stichwort FAQ: Welche Fragen werden Ihnen oder Ihrem Team immer wieder gestellt?

Heiner Junker: Oft gefragt: Kannst Du mich jetzt hören? (zu Beginn des virtuellen Meetings)

In unserer Präsentation beantworten wir darüber hinaus folgende typische Fragen:

  • Wie lange sollte eine virtuelle Design Session dauern? Ab wann sinkt die Aufmerksamkeit?
  • Inwieweit kann ich auch die Entscheider und Stakeholder in den Prozess einbinden?
  • Wie flexibel ist die virtuelle Design Reise in Bezug auf Thema und Erfahrung des Teams?
  • Wie kann ich bei der virtuellen Design Reise online und offline Sessions kombinieren?

Wer sollte Ihre Präsentation auf keinen Fall verpassen?

Bianca Prommer: Die Präsentation ist für jeden Innovation Facilitator, jeden Innovationsmanager und vor allem auch für alle Design Thinking Coaches eine Bereicherung – gerade, wenn sie überlegen ihre Design Thinking Workshops auch mal virtuell durchzuführen.

Was können Zuschauer aus Ihrer Präsentation Neues lernen?

Bianca Prommer: Uns ist wichtig zu zeigen, dass sich Home Office bzw. verteiltes Arbeiten und Kreativität nicht ausschließen müssen. Neu ist bestimmt, wie man insbesondere im virtuellen Raum Kollaboration und Kommunikation fördern kann und wie man die Kreativität beflügelt und die Interaktion steigert. Die Zuschauer erleben eine Lösung, die für Teams über verschiedene Zeitzonen, als auch für hybride Workshops funktioniert.

Und falls sich unsere Zuschauer schon immer gefragt haben, wie die Interaktion mit Kunden gestaltet werden kann, dann werden sie auch dazu einiges lernen.

Was möchten Sie mit Ihrer Präsentation erreichen? Was sind Ihre Ziele?

Bianca Prommer: Viele Unternehmen konnten in den letzten Monaten die Effizienz in Teams durch die virtuelle Zusammenarbeit steigern. Wir haben in dieser Zeit auch mit Geschäftsführern und Innovationsverantwortlichen gesprochen, die sich schnell einig waren: Die Kreativität bleibt im Home Office auf der Strecke. Doch gerade jetzt brauchen wir Innovation mehr denn je. Und genau dieses Ziel treibt uns an. Wir möchten zeigen, dass Kreativität und kundenorientierte Innovation nicht durch Home Office leiden müssen.

Melden Sie sich hier zum kostenlosen Web-Seminar "Virtuelles Design Thinking" an. 

mvw

Veröffentlicht am: 15.09.2020

 

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