Blick durch die Teilnehmerbrille – Wie Sie Menschen in Research Communities motivieren und begeistern

Interview zum Web-Seminar von Kernwert

Im Web-Seminar am 29.09. um 11 Uhr gibt Dirk Wieseke, Geschäftsführer von Kernwert, erste Einblicke in die Ergebnisse und Learnings der Eigenstudie zur Teilnehmermotivation in Research Communities und stellt das Kernwert-Motivationsmodell vor.

Interview mit Dirk Wieseke zum Web-Seminat von KERNWERT

Im Web-Seminar am 29. September wird es um Research Communities gehen. Welche Faktoren sind für den erfolgreichen Betrieb von Research Communities Ihrer Erfahrung nach erfolgskritisch?

Dirk Wieseke: Eine erfolgreiche Research Community steht und fällt mit engagierten Teilnehmenden, die uns authentische Einblicke in ihren Alltag gewähren, ehrlich Fragen beantworten und offen diskutieren.

Daneben gibt es natürlich noch viele andere Faktoren, allen voran die Konzeption und die Einbettung einer Community in die Entscheidungsprozesse eines Unternehmens, die Moderation oder auch die Software für die Umsetzung...  Da bei der Planung häufig die Perspektive der Teilnehmenden etwas zu kurz kommt, möchte ich mich in meinem Webinar einmal darauf konzentrieren.

Um den Faktor Teilnehmermotivation genauer zu untersuchen, haben Sie eine Studie durchgeführt und auf Basis der Ergebnisse ein Motivationsmodell entwickelt, das Sie im Web-Seminar vorstellen werden. Was können Sie uns vorab schon darüber verraten?

Dirk Wieseke: Wir haben über die Jahre viele praktische Erfahrungen gesammelt und ein sehr gutes "Bauchgefühl" entwickelt, was in Communities gut funktioniert und was weniger - wollten das Thema Teilnehmermotivation aber immer schon einmal systematisch untersuchen. Anfang des Jahres haben wir daher eine große Eigenstudie dazu durchgeführt.

Auf Grundlage der Ergebnisse der Studie haben wir ein Modell entwickelt, das Felder benennt, die für die Teilnehmermotivation zentral sind. Ohne zu viel zu verraten, ein wichtiges Stichwort ist die Relevanz: Die Teilnehmenden möchten mit dem was sie tun, etwas bewirken, sie möchten Einfluss nehmen. Das ist eigentlich der Kern ihrer Motivation und hier sollten wir sie abholen.

Und eine gute Nachricht möchte ich an dieser Stelle auch noch teilen: Teilnehmende lieben Communities, im Vergleich zu anderen Marktforschungsmethoden liegt dieser Ansatz weit vorn. Es lohnt sich also, sich damit näher zu beschäftigen.

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Anhand dieser unterschiedlichen Motivationsfelder können solche Communities dann besser an den Vorstellungen der Teilnehmenden ausgerichtet werden? Oder was können mir diese Felder verraten?

Dirk Wieseke: Ja genau, unser Modell hilft, sich bei der Planung einer Community über die Bedürfnisse der Teilnehmenden klar zu werden und die Frage zu beantworten, was eine Community den Teilnehmenden bieten kann.

Jede Community ist anders: Unser Modell visualisiert das Zusammenspiel der verschiedenen Motivationsfelder, die je nach Thema, Zielgruppe, Fragestellung und Ressourcen unterschiedlich wichtig sein können. Ziel ist es, geeignete Maßnahmen zu entwickeln, die Motivation über einen längeren Zeitraum möglichst hoch zu halten. Wir unterstützen und beraten unsere Kunden bei diesem Prozess.

Sie beschäftigen sich schwerpunktmäßig schon seit weit über einer Dekade mit Research Communities. Welche Veränderungen haben Sie im Laufe der Zeit beobachten können, die in Ihren Augen einen merkbaren Wandel verursacht haben?

Dirk Wieseke: Neben der Selbstverständlichkeit mit der heute mobile Geräte genutzt werden, ist der Einfluss der veränderten Social-Media-Landschaft besonders stark zu spüren. Anders als in den Anfängen der Research-Communities möchten die Teilnehmenden heute weniger unterhalten werden. Sie suchen nicht nach Spaß und Entertainment, dafür gibt es inzwischen eine Vielzahl von Angeboten - zwischen Facebook und TicToc findet jeder den passenden Kanal. In Research-Communities geht es dagegen inzwischen etwas ernsthafter zu, der Inhalt und das Thema stehen im Vordergrund.

Wie lange sollten solche Communities bestehen?

Dirk Wieseke: Von wenigen Tagen bis mehreren Jahren ist alles möglich - das hängt vom Forschungsziel ab. Habe ich eine Fragestellung die ich in einer Popup Community in wenigen Tagen beantworten kann oder benötige ich einen Kanal für einen längeren, dauerhaften Dialog mit meinen Zielgruppen? Insofern macht eine Community so lange Sinn, so lange ich Fragen habe, die ich mit den Teilnehmenden klären und besprechen möchten.

Wer sollte Ihr Web-Seminar auf keinen Fall verpassen?

Dirk Wieseke: Das Web-Seminar richtet sich an alle, die sich für Research-Communities interessieren, die gerade eine Kunden- oder Projekt-Community planen oder bereits durchführen. Ich bin gespannt auf alle Zuhörer und freue mich auf den Austausch.

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Über den Interviewpartner

Dirk Wieseke  ist Mitgründer und Geschäftsführer von KERNWERT und entwickelt mit seinem Team seit über 15 Jahren Software und Services für digitale qualitative Forschung. Er berät Institute, Agenturen und Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von digitalen Forschungsansätzen, langfristige Research Communities bilden dabei einen Schwerpunkt seiner Arbeit.

 

 

cb

Veröffentlicht am: 22.09.2020

 

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