Produkte entwickeln im internationalen Kontext

Interview zum Web-Seminar am 14.09.2021 um 11 Uhr

Für jede Fragestellung gibt es eine passende methodische Antwort. Wozu wird welches Verfahren eingesetzt und was erhält man am Ende an Ergebnissen?

Walter Freese, Interrogare (Bild: Interrogare)

Mitte September, Anfang sowie Ende Oktober: Interrogare ist auch im letzten Jahresdrittel sehr präsent. Man könnte meinen, das Marketing Research Team von Interrogare sei auf einem Feldzug gegen fundamentarme Marketingentscheidungen.

(lacht) Ja, auf dem Feldzug sind wir, denke ich, immer. Die Marktforschung mit ihrer ganzen Methodenvielfalt ist so mächtig und kann so viele fundamental wichtige Insights liefern, da muss man doch bei jeder Gelegenheit darüber berichten. Und wir nutzen das ganze Jahr über kontinuierlich die wichtigsten Events und Möglichkeiten, um genau das zu tun. 

Am 14. September halten Sie ein Web-Seminar, das sich am Produktlebenszyklus entlanghangelt und auf Herausforderungen im Kontext internationaler Produktentwicklungen eingeht. Das dürfte eine Menge Input werden - ist das so oder täuscht der Eindruck? Was erwartet mich als Teilnehmer?

Unsere Teilnehmer:innen erwartet ein kurzweiliger Vortrag mit tatsächlich jeder Menge Methoden. Allerdings ist es nicht unser Ziel, jedes einzelne Verfahren bis ins kleinste Detail zu erklären, sondern vielmehr einen Eindruck davon zu vermitteln, wozu welches Verfahren eingesetzt wird und was man am Ende an Ergebnissen erhält. Denn genau das ist schlussendlich das Wichtigste. Wir möchten die Vielfalt der Möglichkeiten verdeutlichen und dass es für jede Fragestellung die passende methodische Antwort gibt. Um dem Ganzen einen roten Faden zu geben, orientieren wir uns inhaltlich am Produktlebenszyklus. Und letztlich haben wir im Rahmen des Web-Seminars natürlich auch immer die Möglichkeit, auf Fragen und Interessen der Teilnehmenden einzugehen und so z.B. Methoden noch zu vertiefen.   

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Im Ankündigungstext heißt es ja, dass Sie sich den Besonderheiten im internationalen Kontext widmen. Warum haben sie diesen Schwerpunkt gewählt?

Wir alle wissen, dass die Welt immer mehr zusammen rückt und globale Distanzen kaum mehr eine Rolle spielen. Auch viele Produkte werden daher international entwickelt und vermarktet. Soll die Marktforschung hier Insights für das Produktmanagement erheben, so sind etliche Stolperfallen zu beachten. Denn gerade bei skalenbasierten Abfragen, lassen sich oft kulturell bedingte Antworttendenzen ausmachen – wie Items vornehmlich im mittleren Bereich der Skala zu bewerten (central tendency bias), eine inhaltsunabhängige Zustimmungs- oder auch Ablehnungstendenz (acquiescence response bias) oder auch Soziale Erwünschtheit. Skalenbasiertes Abfragen stößt daher an dieser Stelle schnell an seine Grenzen, weshalb wir im Web-Seminar verschiedene Optionen skalenfreier Methoden umreißen möchten.  

Anfang Oktober geht die WdM in ihr zweites Jahr – welchen Schwerpunkt setzen Sie da?

In diesem Jahr haben wir die beiden Dauerbrenner-Themen Trackingstudien und Pricing im Gepäck. Gerade in diesen dynamischen Zeiten ist ja nun das kontinuierliche Messen von KPIs, Bewerten von Maßnahmen und Erkennen von Handlungsbedarfen immanent wichtig. Diese Tatsache gepaart mit den Stolpersteinen, die Trackingstudien so mit sich bringen, macht Markentracking und Co. zu einem dauerhaft relevanten Thema.

Beim Pricing betrachten wir nichts weniger als den größten Hebel im Marketing-Mix, denn bei zu niedrigen Preisen wird die Gewinnmarge verschenkt, bei zu hohen Preisen sinkt der Umsatz. Allerdings ist es alles andere als trivial den optimalen Preis zu ermitteln. Daher ist es uns immer wieder wichtig zu sagen: jede Kaufentscheidung kann mit ihren Charakteristika erfasst und anschließend genau abgeleitet werden, welches Verfahren sich für die Ermittlung der Konsumentenpräferenzen und Zahlungsbereitschaften anbietet. Nur so erhält man für jede Fragestellung beste Antworten.   

Ende Oktober gibt’s die succeet21 in München – so richtig mit Präsenz. Fahren Sie hin?

Da sind wir auf jeden Fall dabei – mit neuem, größeren Messestand und zwei spannenden Vorträgen. Wir freuen uns auch schon riesig darauf, die Branche mal wieder live zu treffen. Das wird ein tolles Event! Und für uns stand ohnehin von Anfang an fest, dass wir die Nachfolgemesse der Research und Results und damit das Team rund um Simone Waller-Klink und Heinrich Fischer als erfahrene Messeprofis unterstützen würden, daher stellte sich die Frage einer Nicht-Teilnahme gar nicht.

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