"Neues rund um qualitative DIY-Forschung, Design Thinking online sowie Forschung in virtuellen Umgebungen"

Interview zum Web-Seminar am 26.01.2021 um 11 Uhr

Am 26. Januar wird Gábor Hahn von Harris Interactive im Web-Seminar innovative Ansätze für die qualitative Forschung vorstellen. Wir haben vorab mit ihm über seine Begeisterung für Metropolen, die Beständigkeit des Wandels und die Inhalte des Web-Seminars gesprochen.

Gábor Hahn, Harris Interactive
Gábor Hahn, Harris Interactive

Ihre Leidenschaft - so heißt es auf der Webseite Ihres Arbeitgebers zu Ihrer Person - richte sich neben der Marktforschung auf die Planung von Metropolen. Wie kam es dazu? Und kann man das als Hobby betreiben?

Das Miteinanderleben von Menschen auf engem Raum hat mich schon immer fasziniert. Studium und erste Berufserfahrungen in diesem Bereich fügten das theoretische Fundament und den Wunsch nach Gestaltung hinzu. Auch wenn ich mich dann sehr bewusst für die Marktforschung entschieden habe, die ursprüngliche Begeisterung für die Metropolen ist geblieben; und es gibt auch neben dem Beruf viele Möglichkeiten, Planungsprozesse positiv zu beeinflussen - sei es durch eigene Angebote im Quartier oder die Diskussion neuer Wohn- und Lebensformen.  

"Nichts ist so beständig wie der Wandel", konstatierte Heraklit - in einer Metropole - schon lange vor Christi Geburt. Da hat sich in den letzten zweieinhalbtausend Jahren nicht so viel dran geändert, oder doch?

Immer wieder wurde in der Vergangenheit ein Ende der Widersprüche und damit auch ein Ende der Geschichte postuliert. Glücklicherweise ist es nie dazu gekommen - Wandel gehört für mich untrennbar zur Menschheit, untrennbar zu einer Gesellschaft, in der ich leben möchte. Beständig im Sinne einer Gleichförmigkeit ist dieser Wandel jedoch nicht und vielleicht auch immer weniger. Wir erleben ein radikales Infragestellen von Bestehendem und wirklich disruptive Veränderungen vor dem Hintergrund von Klimawandel und Pandemie. Neues entsteht scheinbar plötzlich und eröffnet Chancen auf einen positiven Wandel.

Hat sich durch Corona nur die Art und Weise gewandelt, wie Veränderungen in Sachen Arbeitspraktiken, Bedürfnissen, Verhaltensweisen, Entscheidungsprozessen und Einstellungen erhoben werden können?

Cocooning hat sicher noch an Bedeutung gewonnen. Gleichzeitig ist eine neue Qualität hinzugetreten. Das eigene Zuhause ist nicht mehr nur der schützende Raum - Schule, Arbeit, Leben, Freundschaft und Familie finden hier einen neuen oder gestärkten Fokus. Wollen wir diese Veränderungen erfassen, so müssen wir möglichst nah an diese Lebenswelt und die Menschen auch noch ein Stück ganzheitlicher betrachten, als wir das vielleicht vor COVID getan haben.

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Wenn sich die aktuell eingesetzten Methoden von denen der Prä-Corona-Zeit unterscheiden, wirft das die Frage auf, ob es sich bei den derzeitigen Methoden um einen gleich- oder höherwertigen Ersatz handelt oder ob man - wie auch immer geartete - Einbußen in Kauf nehmen muss.

Die neue Kombination aus Nähe und Distanz ist mit Vorteilen verbunden. Wir sind näher an der authentischen Lebenswelt und die scheinbare Anonymität an soziale Medien erinnernder Räume schafft Möglichkeiten zur Diskussion sensibler Themen und generiert Mut zur Offenheit. Dennoch, natürlich fehlt dieser Perspektive manchmal auch etwas, es ist weniger die Tiefe als der Hintergrund, wie etwa das Erahnen von Zusammenhängen bei der Verabschiedung nach einem ethnographischen Interview. Unzweifelhaft werden die derzeit eingesetzten Methoden auch in Post-COVID-Zeiten von hoher Bedeutung bleiben und sind weit mehr als nur temporärer Ersatz. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie die traditionellen Methoden vollständig ersetzen wollen oder können.

Im Web-Seminar werden Sie durch das Methodenspektrum von Harris Interactive führen. Worauf werden Sie Schwerpunkte legen?

Ich möchte zeigen, wie sich das seit Langem bestehende und zugleich permanent weiterentwickelte Methodenspektrum unserer qualitativen Online-Forschung bewährt hat. Wie es im letzten so anders erscheinenden Jahr geholfen hat, die Nähe zu den Menschen und Märkten nicht zu verlieren und weiter Neues zu entdeckten. Und ich möchte zeigen, dass dies sicherlich viel mehr ist als eine bloße Adaption des Bekannten.

Was wird es Neues zu erfahren geben? Worauf dürfen sich die Teilnehmer*innen freuen? Und wer sollte das Web-Seminar am 26. Januar auf keinen Fall verpassen?

Wir bieten Neues rund um die Themen qualitative DIY-Forschung, Design Thinking online sowie die Möglichkeiten der Forschung in virtuellen Umgebungen. Wer dies spannend findet, in Frage stellt oder einfach einen ersten Blick jenseits der eigenen Forschungspraxis wagen möchte, ist hier richtig.

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