Manfred Tautscher: "Den Namen Sinus werden wir in jedem Fall beibehalten"

Manfred Tautscher, Geschäftsführer von Sinus Sociovision sowie Gründer und Gesellschafter der INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung, stand marktforschung.de anlässlich des Mergers der beiden Unternehmen zum Video-Interview zur Verfügung. Die Fragen für marktforschung.de stellte Sabrina Gollers.

Das Interview können Sie hier als Video abrufen.

marktforschung.de: Ich freue mich, aus aktuellem Anlass Herrn Manfred Tautscher,  Gründer und Gesellschafter der INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung im Videointerview mit marktforschung.de begrüßen zu dürfen. Herzlich willkommen!

Manfred Tautscher: Grüß Gott!

marktforschung.de: Herr Tautscher, wie Sie heute bekannt gegeben haben, hat die Integral Markt- und Meinungsforschung aus Wien die Anteilsmehrheit am Heidelberger Milieu- und Trendforschungsinstitut SINUS Sociovision übernommen. Können Sie uns ein wenig mehr über die Hintergründe des Mergers berichten?

Manfred Tautscher: Die Hintergründe des Mergers sind relativ rasch erklärt. Integral übernimmt die Mehrheit am Unternehmen in der Form, dass wir die Anteile von Horst Nowak kaufen. Frau Dorothea Nowak bleibt dem Unternehmen als Gesellschafterin erhalten und wird uns auch als Beraterin zur Seite stehen. Bodo Flaig, der jetzige Geschäftsführer, wird auch zukünftig Geschäftsführer bleiben. Und auch Norbert Schäuble, der gemeinsam mit Bodo Flaig sehr intensiv an der Entwicklung der Milieus mitgearbeitet hat, bleibt Partner mit Integral.

Sinus ist eine etablierte Marke, die es im deutschsprachigen Raum seit über 30 Jahren gibt und einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Das heißt, dass wir diesen Namen in jedem Fall beibehalten werden. Integral ist auf der anderen Seite im österreichischen Markt sehr gut etabliert. Daher werden wir uns zum jetzigen Zeitpunkt nicht auf die Generierung einer neuen Marke bzw. die namentliche Fusion konzentrieren, sondern auf die Erarbeitung von Lösungen für unsere Kunden. Das ist es, wovon wir letztendlich leben. Dazu gibt es einen treffenden Satz bei den Engländern: "The fire is outside, and not inside."

marktforschung.de: Welche Position werden Sie bei Sinus einnehmen?

Manfred Tautscher: Ich übernehme die Geschäftsführung. Seit März arbeite ich bereits bei Sinus. Seitdem alles unter Dach und Fach ist, bin ich Geschäftführer und werde gemeinsam mit dem gesamten Team die Strategien für die Zukunft entwickeln.

marktforschung.de: Integral ist ein österreichisches Unternehmen. Was waren Ihre Beweggründe sich in Deutschland zu engagieren und was machte dabei Sinus für Sie besonders interessant?

Manfred Tautscher: Ich bin 2003 für Millward Brown nach Deutschland gekommen. Als Österreicher aus einem kleinen Land kommend, habe gelernt, was es heißt auf einem großen und spannenden Markt tätig zu sein.

Ich habe auch das Land und die Leute, die schönen Städte wie beispielsweise Hamburg, wirklich zu schätzen gelernt. Und gleichzeitig lernte ich auch das Wirtschaftspotenzial, nicht nur lokal, sondern international am Markt tätig zu sein, zu schätzen

Zudem haben wir mit Sinus ein Unternehmen gefunden, das seinesgleichen sucht, wenn es darum geht, die Werte der Menschen kennen zu lernen. Das war einer der Beweggründe, sich am deutschen Markt genauer umzusehen und zu erforschen, wo es Chancen gibt. Wir haben wirklich Glück gehabt, hier auf das Unternehmen Sinus zu stoßen.

marktforschung.de: Sie verfügen über eine langjährige Erfahrung in der Marktforschungsbranche bei Integral und auch bei Millward Brown. Wie können Sie diese Erfahrung in der Positionierung von Sinus zukünftig einfließen lassen?

Manfred Tautscher: Seit 20 Jahren bin ich in der Branche tätig. Doch habe ich auch noch mindestens 20 Jahre vor mir. Bei meiner Arbeit bei Integral ging es darum, ein Unternehmen zu gründen und auf einem sehr kompetitiven Markt erfolgreich zu etablieren. Integral besteht in Österreich mit einer hohen Beratungskompetenz im Premium-Marktforschungsbereich. Mit Sinus haben wir die Chancen, uns in diese Richtung weiterzuentwickeln.

Während meiner Arbeit bei Millward Brown habe ich den internationalen Markt sehr gut kennen gelernt, aber auch mitbekommen, wie der lokale Markt tickt. Egal ob das Länder wie Deutschland, Frankreich oder Russland sind. Russland ist ein sehr wichtiger Markt für die Zukunft, genau wie China und Indien. Zudem habe ich erfahren, wie die global tätigen Unternehmen ticken,  wo deren Schwerpunkte und Bedürfnisse liegen. Diese Faktoren kann ich sehr gut zusammenbringen. Auf der einen Seite verfüge ich über eine hohe Methodenkompetenz und auf der anderen Seite habe ich ein breites Wissen, wenn es um die Entscheidungsrelevanz für das Marketing geht oder um andere Entscheidungsträger aus dem Bereich der Politik oder der Sozialforschung. Es geht letztendlich um das Messen des Return on Investment der Marktforschung und des Marketings.

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Veröffentlicht am: 07.09.2009

 

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