Automatisierte Segmentierung erfolgreich für Produktentwicklungen und Innovationen nutzen

Interview zum WdM Web-Seminar mit quantilope

Was, wenn jede Marke eine automatisierte Kundensegmentierung durchführen und so die Kundenbedürfnisse noch besser adressieren könnte? quantilope launcht die neue Idee der automatisierten Segmentierung im Oktober und stellt diese in ihrem Web-Seminar nächste Woche auf der WdM vor. Ein paar Einblicke gibts jetzt schon im Interview.

Welche Herausforderungen haben Marken? Was sollten Marken mit Blick in die Zukunft unbedingt auf dem Schirm haben?

Madita Brandhorst: Die Digitalisierung, neue Technologien, Geschäftsmodelle und Produkte verändern die Art und Weise, wie Konsumenten und Konsumentinnen heutzutage einkaufen und Dienstleistungen in Anspruch nehmen, grundlegend. Produktinnovationen und ein hoher Grad an Personalisierungsmöglichkeiten bestimmen Märkte und Verbraucherverhalten. Selbst etablierte, traditionelle Branchen, wie z.B. Versicherung, Banken/Finanzen und Gesundheitswesen erfahren eine grundlegende und radikale Veränderung im Verhalten von Verbrauchenden sowie eine wachsende Vielfalt an Angeboten.

Inwiefern haben sich die Konsumentenbedürfnisse in den letzten 10 Jahren verändert?

Rakhee Arora-Hodges: Konsumenten haben heute eine Vielzahl an Auswahlmöglichkeiten. Sie erwarten zudem zunehmend, dass sie bekommen können, was immer sie wollen, wann immer sie wollen, zu einem Bruchteil des Preises.

Kunden werden gefühlt immer ambivalenter und unberechenbarer. Wie kann es Marken zukünftig gelingen, die Entscheidungsprozesse von Konsumenten zu beeinflussen?

Rakhee Arora-Hodges: Ein schnelles, tiefes Zielgruppenverständnis und agiles, effizientes Innovationsmanagement sind Schlüssel für den Erfolg von Marken. Es ist essentiell, als Marke hohe Konsumentennähe zu leben, relevante Bedürfnisse und Motivationen schnell zu erkennen und zu verstehen sowie direkt in die Marketingentscheidungen einbinden zu können. Über moderne Technologie, Künstliche Intelligenz und automatisierte Marktforschung ist es inzwischen einfach möglich, sowohl quantitativ als auch qualitativ erhobene Erkenntnisse on-demand und in Echtzeit abzurufen. Automatisierte Visualisierungsmöglichkeiten z.B. Insights Reports oder Dashboards ermöglichen es Marktforschungsteams relevante Erkenntnisse schnell und anschaulich in Marketingentscheidungen einfließen zu lassen. Konsumenten sitzen quasi direkt "online zugeschaltet” mit am Entscheidungstisch. Das ist optimal.

Jetzt für das Web-Seminar mit der quantilope am 7. Oktober um 12h anmelden!

Stichwort Kundensegmentierung. In der Theorie ein Muss, aber wird es praktisch umgesetzt? Insbesondere bei Unternehmen mit einem großen Kundenstamm ist der Prozess, für jedes Segment eine Strategie auszuarbeiten, doch sehr aufwendig oder nicht? Welche Rolle spielen etwa Sinus Milieus oder andere Modelle zu Segmentierungszwecken tatsächlich in der Praxis?

Madita Brandhorst: Grundsätzlich existieren in der Praxis zwei unterschiedliche Ansätze mit entsprechenden Vor- und Nachteilen:

Erstens: Es wird ein bestehendes Segmentierungsmodell verwendet, wie z.B. Sinus Milieus oder Limbic Types. Auch wenn die Segmente an sich leicht und schnell verfügbar sind, dauert es meist eine gewisse Zeit, bis die Segmente durch zusätzliche Forschung soweit angereichert und individualisiert sind, dass Unternehmen darauf basierend strategische Entscheidungen treffen können.

Zweitens: Es wird eine eigene Segmentierung entwickelt, die viel Zeit und unterschiedliche Expertise (qualitativ und quantitativ Forschende, Data Scientists, Marketing) benötigt, um am Ende eine konkrete und handlungsorientierte Segment-Lösung zu finden. Dieser Prozess kann durchaus sechs bis zwölf Monate in Anspruch nehmen und kann damit häufig nicht mit den immer schneller werdenden Innovations-Prozessen in Unternehmen mithalten.

Dieses Dilemma aus schnell verfügbaren, aber gleichzeitig tiefgreifenden und handlungsorientierten Segmenten kann durch eine automatisierte, bedürfnisorientierte Segmentierung gelöst werden. Eine bedürfnisorientierte Segmentierung gilt als “Goldstandard” in der Marktforschung, da sie Marketeers hilft die tatsächlichen Bedürfnisse ihrer Konsumenten zu verstehen, die als Basis für Kaufentscheidungen dienen, anstatt anhand von “oberflächlichen Eigenschaften” (wie z.B. demografischen Merkmalen oder Verhaltensweisen) zu segmentieren.

Für welche Fragestellungen/Bereiche ist Segmentierung anwendbar und besonders wertvoll?

Rakhee Arora-Hodges: Eine Segmentierung kann für jede Art von Forschung im Rahmen des Marketing-Mix interessant sein - von der Produktinnovation bis zum Testen von Kampagnen. Grundsätzlich hilft eine Segmentierung zu verstehen, welche Gruppe mit welcher Strategie angesprochen werden sollte.

Madita Brandhorst: Das Ergebnis kann für einen einzelnen spezifischen Fall verwendet werden, z. B., um herauszufinden, welche Segmente für eine neue Produkteinführung relevant sind, oder es kann zur ganzheitlichen Ausrichtung einer Marketingstrategie verwendet werden. Mit Hilfe eines Typisierungstools können die ursprünglich in einer Segmentierungsstudie gefundenen Segmente zudem in nachfolgenden Studien wiederverwendet werden.

Konkrete Fragestellungen, die eine Segmentierung beantworten kann, sind z.B.:

  • Abgleich von Kommunikations-/Werbestrategien: Wie können Kommunikationsansätze und Werbemaßnahmen für verschiedene Segmente maßgeschneidert werden, um die jeweiligen Bedürfnisse optimal anzusprechen?
  • Qualitative Personas evaluieren: Inwiefern können bereits etablierte Personas bedürfnisorientiert quantifiziert und validiert oder ggf. erweitert werden?
  • Entwicklung von Produkt-/Markeninnovationen: Wie können Produktinnovationen entlang der Bedürfnisse und Vorlieben der Zielgruppe entwickelt werden, um den Erfolg von Neueinführungen zu steigern?
  • Anpassung der Marken-/Preisstrategien: Wie kann eine Marken- und Preisstrategie optimal an das jeweilige Zielsegment angepasst werden?

Was lernen die Teilnehmenden Neues in Ihrem Web-Seminar?

Madita Brandhorst: Teilnehmende erleben, wie erfolgreiche Marken sich eine automatisierte Segmentierung für ihren Markenerfolg zunutze machen können. Anhand konkreter Beispiele und eines Showcases erfahren sie, wie Marketing- und Innovationsteams mithilfe automatisierter Segmentierung relevante Konsumentenbedürfnisse im gesamten Marketing-Mix erfolgreich adressieren und die Entwicklung neuer Produkte bzw. Dienstleistungen auf diese Weise effizient vorantreiben können. Dabei zeigen wir beispielsweise, wie eine automatisierte Segmentierung unterstützen kann, sich innerhalb kürzester Zeit auf die richtige Kundengruppe zu fokussieren, diese tief zu verstehen und so Kommunikations-/Werbemittel sowie Innovationen erheblich schneller und effizienter auszurichten.

Wer sollte Ihr Event keinesfalls verpassen?

Rakhee Arora-Hodges: Das Web-Seminar ist enorm wertvoll und spannend für alle, die Segmentierung in einer der herkömmlichen Herangehensweisen bereits nutzen, teilweise unter enormem Aufwand. Sie können erleben, wie sie sehr hochwertige Ergebnisse erheblich effizienter generieren können und Zeit und Kapazitäten sparen. Gleichermaßen geeignet ist die Session für alle betrieblichen Insights Manager und marktforschenden Markenunternehmen. Eine Segmentierung an sich bietet einen hohen Wert für die Markenarbeit und die automatisierte Segmentierung macht einen bisher komplexen und aufwendigen Prozess jetzt einfach, zugänglich und bezahlbar. quantilope launcht die automatisierte Segmentierung im Oktober. Teilnehmende erhalten in der Session bereits einen einzigartigen Einblick in das, was möglich ist. Lohnt sich!

Jetzt für das Web-Seminar mit der quantilope am 7. Oktober um 12h anmelden!

Zu Madita Brandhorst

Madita Brandhorst - quantilope
Madita Brandhorst ist Senior Solutions Consultant bei quantilope. Sie hat mehrere Jahre erfolgreich für namhafte Marktforschungsinstitute gearbeitet.

 

 

 

Zu Rakhee Arora-Hodges

Rakhee Arora-Hodges - quantilope
Rakhee Arora-Hodges ist Senior Research Manager bei quantilope. Sie verfügt über rund 20 Jahre Erfahrung und hohe Expertise in der Marktforschung.

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