"In fünf Jahren wird SKOPOS NOVA ein etablierter Name sein, den man am Markt kennt und schätzt"

Unternehmensgründung NOVA

SKOPOS NOVA - das neu gegründete Tochterunternehmen von SKOPOS - stellt die User Experience in den Vordergrund und vereint Marktforschung mit Design. marktforschung.de sprach exklusiv mit General Manager Till Winkler über das Konzept, die Vision und die Ziele von NOVA.

marktforschung.de: Herr Winkler, wie kam es zur Unternehmensgründung von NOVA? 

Till Winkler:  Der Gedanke schlummert bereits sehr lange in mir. Wenn ich genau nachdenke, hatte ich vor 7 Jahren bereits in den ersten Gesprächen mit SKOPOS die Idee gehabt, Markforschung irgendwie mit Design zu verbinden. Aber das war nur ein vages Gefühl. 

Es gab dann ein paar Situationen und Entscheidungen, die letztlich dazu führten, dass wir diesen Schritt in diesem Jahr gewagt haben. Ich merkte, dass immer mehr unserer Kunden mitdenkende Partner schätzen und es nach der Ergebnislieferung durchaus auch weitergeht. Insbesondere, wenn es um die Gestaltung von Interfaces, Produkten oder auch Services geht. Damals dachte ich mir: Wir müssen nach den Ergebnissen irgendwie weiter dranbleiben, weiter mit unseren Kunden an den Lösungen arbeiten. Darüber hinaus werden Produkte und Services heute nicht mehr nur gestaltet, um verfügbar oder bedienbar zu sein, sondern um eine positive Emotion im Nutzer zu induzieren. Der Markt für UX Design und demzufolge UX Research war also noch nie größer.

Diese beiden entscheidenden Faktoren haben uns zu Beginn des Jahres dazu veranlasst, zu sagen: “Dieses Jahr machen wir das!“. Bis dann das Portfolio steht, die Website entwickelt wird und so weiter dauert es dann doch noch etwas. Denn immerhin forschen und designen wir schon fleißig. 

marktforschung.de: Was bedeutet eigentlich User Experience für Sie? 

Till Winkler: User Experience ist für mich nicht nur Zeitgeist. Menschen sind heute sehr stark eingebunden in ihre Arbeit, in ihr familiäres Leben und in ihre Interessen. Die zeitliche Belastung und die gefühlten Verpflichtungen waren noch nie so hoch. Manche verteufeln dies, manche feiern diesen Zustand. Ich bin hingegen überzeugt, dass ein nicht überforderndes  “Life Enrichment“ sehr wohl möglich ist, wenn sich Produkte und Services auf den einzelnen Nutzer einstellen. Wenn der Nutzer nicht eine extra Meile drehen muss, um das Produkt zu bedienen, dann hat er auch Zeit, andere Dinge zu tun. Wenn er sich keine Sorgen machen muss um seine Einkäufe, dann kann er Zeit mit Freunden oder Familie verbringen trotz hoher Arbeitsbelastung. Daher glaube ich, nur Produkte und Services mit optimaler UX sind in der Lage, Struktur und Ordnung in das Ganze zu bringen. 

marktforschung.de: Wie wird sich die User Experience durch die digitale Transformation in den nächsten Jahren verändern?

Till Winkler: Die Möglichkeiten zur Veränderung sind immens, daher sehe ich drei große Trends. Erstens wird UX vor diesem Hintergrund sowohl in der Tiefe, also von der Bedeutung per se als auch in der Breite, also allgemein wichtiger. Zweitens haben wir durch das Internet of Things immer mehr Devices, die miteinander verbunden sind und durch die gesammelten Daten genau wissen, wann wir was tuen und möglicherweise auch warum. Die Küche weiß, was passiert, wenn sich das Auto an die Wohnung annähert. Durch Voice oder Gesture Recognition werden wir irgendwann mit diesen Gegenständen auch mehr oder weniger natürlich interagieren können. Das heißt, wenn man nur die User Experience betrachtet, dann wird diese immer menschlicher. Und drittens wird durch Virtual Reality und den Einzug von Haptic Technology der individuelle Einzug in fremde Realitäten gefördert und immer besser simuliert. Das ist teilweise jetzt schon eine Erfahrung vom anderen Stern. 

marktforschung.de: Wie wollen Sie die Marktforschungsbranche mit NOVA revolutionieren, was unterscheidet NOVA von anderen Dienstleistern?

Till Winkler: Wenn ein Unternehmen ein Produkt entwickeln möchte, das eine gute User Experience ermöglicht, so braucht es vor allem eins: Daten über den Nutzer. Und zwar so viele es geht. Genau das war schon immer das Steckenpferd der Marktforschung. Aber immer mehr Unternehmen suchen sich auch andere Kanäle, um an Nutzerfeedback zu gelangen. Aber warum eigentlich? Die Antwort ist komplex. Ein stückweit hat sie damit zu tun, dass man im Bereich UX und Service Design anders arbeitet, eine andere Einstellung mitbringen muss und auch durchaus Ergebnissammlung und Gestaltung miteinander vermischt. Das heißt übersetzt: Agiles, flexibles Arbeiten mit hohem Verständnis für die Entstehung einer User Experience und die Fähigkeit, auch mal einen Prototypen zu entwerfen. Mit diesen Fähigkeiten kann man einen Teil der Marktforschungsbranche revolutionieren, da bin ich mir sicher. Und genau an dieser Stelle entsteht NOVA. 

Wir bauen erstens auf über 22 Jahren Wissen, Erfahrung und Kundenbeziehungen im Bereich Marktforschung auf und so liegen auch unsere Standards: Methodisch saubere und qualitativ hochwertige Arbeit. Und unser zweites Bein steht auf kreativem Grund und ist inspiriert durch das, was in den Gründerzentren weltweit seit Jahren passiert: Kreatives Arbeiten im digitalen Umfeld. Genau mit diesen beiden Komponenten geht SKOPOS NOVA ins Rennen und ich bin mir sicher, dass es eine sehr zeitgemäße Lösung für viele Unternehmen ist. 

(Bild: NOVA)

marktforschung.de: Beschreiben Sie NOVA in 3 Worten 

Till Winkler: Ich nehme vier. Digital. Qualitativ. Agil. Leidenschaft.

marktforschung.de: Was sind die ersten anstehenden Projekte?

Till Winkler: Derzeit stehen am Horizont die Evaluation von mehreren Websites und Apps aus unterschiedlichen Branchen, die Entwicklung von Prototypen für den Haushalt und die Evaluation eines von mit uns mitentwickelten Services im Bereich Heimwerken und Haushalt. Sie sehen: der schaffende, mit den Ergebnissen arbeitende und kreative Bereich wird immer größer und darüber bin ich auch sehr froh. Endlich schaffen wir es, die Ergebnisse unserer Forschung auch direkt zu verarbeiten und mit unseren Kunden in die Umsetzung zu gehen

marktforschung.de:  Welches Versprechen geben Sie Ihren Kunden?

Till Winkler: Wir kennen die Herausforderungen, Produkte und Services im digitalen und agilen Umfeld zu gestalten. Da heißt, ich verspreche erst einmal nur Verständnis für diese Herausforderungen. Und darauf aufbauend, verspreche ich, dass wir gemeinsam Interfaces, Produkte und Services evaluieren können – ebenso qualitativ hochwertig und akkurat, wie aus der Marktforschung bekannt, aber dennoch so kreativ und agil wie notwendig.

marktforschung.de: Wo wollen Sie mit ihrem Unternehmen in fünf Jahren stehen? 

Till Winkler: In fünf Jahren wird SKOPOS NOVA ein etablierter Name sein, den man am Markt kennt und schätzt. Mit eigenen Units für (Industrie-)Design, Forschung und Konzeptionierung werden wir uns überlegen, ob wir uns umbenennen sollten zu einer “UX Design Agency“. Wir werden dann von unseren Kunden beauftragt, wenn es um das Design von besonderen Ideen und Produkten geht und wir treffen uns regelmäßig zum Abendessen mit unseren zwei besten Freunden: Der Marktforschung und der Designbranche. 

marktforschung.de:  Sie werden auf der Research & Results einen Vortrag halten – geben Sie uns bitte einen kurzen Ausblick, was erwartet uns?

Till Winkler: Mein Kollege Sebastian Schmidt und ich tummeln uns schon seit einiger Zeit auf Kongressen und Konferenzen und berichten über agile Forschung und eine andere, unter anderem von Eric Ries inspirierte Denkweise, die wir heute brauchen, um relevant zu bleiben. Jetzt wollten wir einfach mal mit den Experten sprechen, die wir immer zitieren, um herauszufinden, wie diese heute mit Marktforschung arbeiten, wie sie an Nutzerdaten kommen und wo sie die Linie zwischen Marktforschung und schnellem User Feedback ziehen. Dabei spielt nicht nur die grundsätzliche Einstellung, sondern auch die Arbeitsweise und die Verzahnung von Development und Marketing eine große Rolle.  

Unter uns

Pizza oder Eis? Immer Pizza. Alleine mit Eis käme man ja kaum durch den Tag. 

Wenn ich ein Tier wäre, wäre ich …Ach Du je, das ist eine echt schwierige Frage für einen Psychologen. Ich denke, ich gehe mit meinem Lieblingstier in diese Frage: Der Hai! Der analytische Leser darf sich nun überlegen, was das bedeutet und mir die Antwort gerne zukommen lassen.  

Mein größter Wunsch ist..Wenn Elon Musk das mit den Marsreisen geschafft hat, möchte ich all meine SKOPOS NOVA Kollegen zum Betriebsausflug 2030 dorthin einladen. 

Wenn ich schlecht gelaunt bin..höre ich auf schlecht gelaunt zu sein, und versuche besser gelaunt zu sein (frei nach Barney Stinson).

Mein Ich in 3 Worten..Einstellung, Empathie, Kreativität. 

Veröffentlicht am: 18.10.2017

 

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