Digitale Services: "Zielgruppen besser erreichen, ein attraktives Angebot im Markt platzieren"

Interview zum Web-Seminar am 10.12.2020 um 11 Uhr

Wie kommen Unternehmen in fünf Schritten zu einem erfolgreichen digitalen Angebot? Ein Frage, die durch die Pandemie für viele Firmen über ihr Fortbestehen entscheiden kann. Marko Anders und Florian Waitl von der GIM geben am 10. Dezember in einem Web-Seminar auf marktforschung.de die Antwort, erste Hinweise aber schon im Kurzinterview vorab.

Florian Waitl und Marko Anders, GIM
Florian Waitl und Marko Anders, GIM

"In 5 Schritten zu einem erfolgreichen digitalen Angebot". So ist Ihr Web-Seminar überschrieben, das am 10. Dezember auf marktforschung.de stattfindet. Weihnachten plus Corona: ist das ein guter Nährboden für digitale Angebote?

Marko Anders: Das kann man so sehen, digitale Angebote gewinnen ja seit Jahren stetig an Bedeutung. Corona hat diese Entwicklung nun nochmals enorm beschleunigt. Lockdowns, Bewegungseinschränkungen, größere Vorsicht im persönlichen Umgang: all das hat dazu geführt, dass sich der Konsum stärker nach Hause verlagert. Und ja, die kältere, dunklere Jahreszeit und Weihnachten verstärken dieses Verhalten zusätzlich. Konkret: der klassische Einkaufsbummel durch die Innenstadt findet nun online statt, die Essensbestellung per App. Nicht zu vergessen: jede Art von Streaming boomt, die Nutzungszahlen explodieren förmlich.

Das heißt, die Nachfrage ist da - wie aber ist es um die Unternehmen bestellt? Vor einem Monat haben Sie in einem Interview mit marktforschung.de gesagt, Unternehmen wüssten oft nicht, wie sie mit ihren digitalen Diensten Geld verdienen können. Sind die bereit für die Aussaat, um in der Analogie zu bleiben?

Florian Waitl: Viele Unternehmen sind sicher bereit für die Aussaat, sie verfügen ja über eine mehr oder weniger große Range an digitalen Services. Aber die gilt es eben nun besser zu vermarkten, bzw. zu monetarisieren. Die Anzahl an digitalen Angeboten ist ja zuletzt deutlich gewachsen, auch weil viele Unternehmen durch die "Corona-Krise" ihr Offline-Angebot auf digital umgestellt haben, um ihre Zielgruppen überhaupt noch zu erreichen. Denken Sie zum Beispiel an Fitnessstudios oder Musikschulen, die nun Online-Kurse anbieten.

Marko Anders: Dabei sind dann auch viele Unternehmen auf der Suche nach Informationen, um Ihre Onlineangebote passgenau auf Ihre Kunden zuzuschneiden. Aber, wie auch schon im erwähnten Interview gesagt: es gibt auch sehr viele Unternehmen, die schon vor Corona viele digitale Angebote hatten - und diese nun besser strukturieren wollen. Das Ziel auch hier: Zielgruppen besser erreichen, ein attraktives Angebot im Markt platzieren!

Hier geht's zur kostenlosen Web-Seminar-Anmeldung

Das Web-Seminar werden Sie mit den Ergebnissen einer Fallstudie unterfüttern. Die Ergebnisse zeigen, wie man aus einer Vielzahl digitaler Services ein inhaltlich und preislich optimiertes Portfolio kreiert. Gelten die 5 Schritte nur, wenn ich bereits digitale Services habe und diese zu einem Gesamtangebot zusammenbringen muss, oder auch, wenn ich noch analog unterwegs bin und quasi bei null starte?

Florian Waitl: Der Ansatz, den wir vorstellen werden, startet bei einem schon bestehenden digitalen Angebot, manchmal geht das bis hin zu einem "Überangebot". Dieses wird in ein neu strukturiertes Portfolio überführt. Dabei können z.B. Angebotspakete entstehen, Subskriptions-Modelle hinterfragt werden und Preisansätze optimiert werden. Gar nicht so selten entfallen auch Angebote komplett, wenn sie nicht auf die Zielsetzungen einzahlen.

Marko Anders: Für Unternehmen, die noch kein digitales Angebot haben, kommen weitere Stufe(n) hinzu, häufig in Form von Co-Creation-Ansätzen, um zunächst lohnende potentielle digitale Services aus dem Businessmodell zu identifizieren.

Sie wollen sicher nicht zu viel verraten, ausführen müssen Sie es auch nicht unbedingt, aber die 5 Schritte benennen, mit denen ich zum erfolgreichen digitalen Angebot komme, das können Sie doch, oder?

Marko Anders: Das können, wir - aber die Spannung soll ja auch bleiben. :) Als Kompromiss für den Moment: wir präsentieren einen Ansatz, der strukturiert die verschiedenen Fragestellungen beantwortet, die im Rahmen des Designs eines digitalen Angebots bestehen. Ohne jetzt konkret auf alle 5 Stufen einzugehen: das fängt bei der Relevanz der Einzelservices für die anvisierte Zielgruppe an, geht über die Wahl der grundsätzlichen Angebotslogik bis hin zur preislichen Optimierung des Gesamtangebots.

Ich denke bei digitalen Angeboten an Online-Shopping, Streaming-Anbieter, vielleicht auch mal Lieferservices. Einer Ihrer Branchenschwerpunkte liegt aber im Automotive-Bereich. Wie geht das zusammen?

Florian Waitl: Das ist richtig, wir arbeiten neben anderen Branchen auch für die Automobilindustrie. Genauer gesagt ist damit eigentlich das ganze Thema Mobilität gemeint. Auch da gibt es immer mehr Anbieter, die (nur noch) online aktiv sind. Hier seien z.B. nur die Vermieter von E-Scootern erwähnt. Oder Apps des ÖPNV oder Fahrdienste.

Marko Anders: Aber auch die Automobilhersteller selbst haben heute schon eine ganze Menge Apps und digitale Dienste im Markt. Für sie ist das Thema, offen gesagt, höchst relevant, vor allem im Hinblick auf kommende Entwicklungen im Bereich Infotainment, Assistenzsysteme und autonomes Fahren. All das wird die künftige Form von Individualmobilität und Mobilitätsnutzung nachhaltig beeinflussen.

Worauf können sich die Teilnehmer*innen Ihres Web-Seminars freuen?

Auf ein praxisnahes Webinar, aus dem hoffentlich jeder Teilnehmer gute Gedanken für seine tägliche Arbeit mitnehmen kann.

Wir sind gespannt auf das Web-Seminar und freuen uns auf mehr Einblicke und Details. Vielen Dank!

Hier geht's zur kostenlosen Web-Seminar-Anmeldung

/jvdm

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare geben ausschließlich die Meinung ihrer Verfasser wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht oder gekürzt zu veröffentlichen. Das gilt besonders für themenfremde, unsachliche oder herabwürdigende Kommentare sowie für versteckte Eigenwerbung.

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter xing linkedin