"Die neue Markenidentität betrifft das Unternehmen weltweit"

Ute Jaeger-Wolfe, Dynata

Aus Research Now SSI wird zu Beginn des Jahres Dynata. Was das Unternehmen dazu bewegt hat, den Namen zu wechseln und welche Bedeutung hinter "Dynata" steckt, haben wir mit Ute Jaeger-Wolfe, Managing Director Germany, Central & Eastern Europe bei Dynata, genauso besprochen wie mögliche Auswirkungen auf das deutsche Geschäft von Dynata.

Ute Jaeger-Wolfe, Dynata

Ute Jaeger-Wolfe, Dynata

marktforschung.de: Aus RESEARCH NOW SSI wurde jetzt ganz kurz Dynata. Was hat der Name zu bedeuten? Das Wort Dynamik kommt einem natürlich in den Sinn.

Ute Jaeger-Wolfe: Ja, genauer gesagt stehen zwei Wörter dahinter: "dynamic" und "data". So verweist "Dynata" einerseits auf unser dynamisches, datengesteuertes Marktumfeld, das sich ständig weiterentwickelt, und andererseits auf unseren Anspruch unseren Kunden qualitativ hochwertige Daten für ihre Insightsgenerierung zur Verfügung zu stellen. Sei es mittels erhobenen Befragungsdaten über Primärforschung, zugespielten Profilinformationen, die wir sorgfältig erheben und laufend aktualisieren oder mittels unserer cookie-basierten Audience-Validation Lösung.

marktforschung.de: Es gibt Agenturen für neue Namen oder auch Mitarbeiterbefragungen für Ideen zur Namensfindung. Wie lief bei Ihnen die Suche nach einem geeigneten Namen ab?

Ute Jeager-Wolfe: Bei der Namensfindung wurde eng mit einer Markenagentur in den USA zusammengearbeitet, es gab eine Crowdsourcing-Plattform und es wurden auch unsere Mitarbeiter in aller Welt hinzugezogen. Es war uns wichtig die Suche in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Ein Name steht ja nicht für sich allein, sondern ist Teil einer Markenidentität. Zudem soll er Ausdruck der Unternehmskultur sein und nicht schon auf allen Märkten in denen wir global agieren als Marke vertreten sein.

marktforschung.de: Aus Raider wird Twix.... Das ist jetzt 28 Jahre her. Wie man an diesem Beispiel sieht, hängen alte Namen Unternehmen oder Produkten mitunter noch sehr lange an. Was unternehmen Sie, damit sich sowohl Ihre Mitarbeiter als auch die externen Kunden schnell an den neuen Namen gewöhnen?

Ute Jaeger-Wolfe: Die ersten Reaktionen auf den neuen Namen und insbesondere das Design sind durchaus positiv. Das gilt für Mitarbeiter wie auch Kunden. Natürlich muss er sich noch vollständig einbürgern, doch unsere engagierten Mitarbeiter im Kundenkontakt und unser intensives Marketing machen uns zuversichtlich, dass dies schnell geschehen wird. Im Internet ist Dynata bereits präsent - auf unseren bisherigen Websites, die wir vorläufig weiterbetreiben, wird auf unseren neuen Auftritt  verwiesen. Weiterhin wird Dynata natürlich bei Fachmessen in aller Welt als Sponsor und Aussteller in Erscheinung treten.

marktforschung.de: Auf Ihrer neuen Homepage schreiben Sie: Mehr Daten, mehr Insights, mehr Ergebnisse. Wie wollen Sie das erreichen? Das Unternehmen bleibt ja auch mit neuem Namen erst einmal das Gleiche.

Ute Jaeger-Wolfe: Der neue Name und die neue Marke kommen nicht von ungefähr. Im Anschluss an die Fusion und Integration von Research Now und SSI sind sie ein weiterer Schritt in einer Reihe von Initiativen, die unser Engagement demonstrieren, unseren Kunden neue Möglichkeiten mit neuen, innovativen Lösungen zu bringen. Bereits in naher Zukunft werden wir weitere Neuerungen im Rahmen dieser fortlaufenden Strategie ankündigen. 

marktforschung.de: Die Qualität der Daten in der Marktforschung ist derzeit wieder in der Diskussion. Sie sprechen in Ihrer Pressemeldung davon, dass Sie die Qualität Ihrer Daten durch kontinuierliche Qualitätsprozesse sicherstellen, ihr CEO Gary Laben spricht von "verlässlichen Datenquellen". Wie gehen Sie dabei vor?

Ute Jaeger-Wolfe: Unsere Daten beruhen auf Panels, die wir aktiv rekrutieren, verwalten und pflegen. Die Teilnehmer werden entlohnt, und unsere Prozesse sind bewusst auf Repräsentativität und attraktive Umfrageerlebnisse ausgelegt. Dreh- und Angelpunkt unserer Qualitätssicherung ist das "Total Research Quality System", das wir Kunden und Interessenten klar vermitteln. Weitere diesbezügliche Initiativen, allein aus den letzten zwei Jahren, sind das "Research Science Center", ein Online-Ressourcenzentrum, und unsere "Must-have-Prozesse", die wir unter dem Namen "Quality Imperative" propagieren.

marktforschung.de: Die neue Markenidentität betrifft ihr Unternehmen weltweit. Gibt es für den deutschen Markt besondere Pläne oder wird derzeit Strategie eher global gedacht?

Ute Jaeger-Wolfe: Die neue Markenidentität betrifft das Unternehmen weltweit. Unsere Philosophie bleibt qualitativ hochwertige Daten bereitzustellen, durch Umfragen, tiefgehende Profilmerkmale und cookie-basierte Informationen. Diese Datenquellen enger zu verzahnen und durch geeignete Segmentierungen zu ergänzen ist unser Anspruch als führender globaler Datenanbieter. Gerade hier kommt es darauf an, intelligente lokale Lösungen zu finden, die es ermöglichen das Konsumentenverhalten bestmöglich abzubilden und unseren Kunden bedeutende Wettbewerbsvorteile, und damit zukünftiges Wachstum zu erschließen.

marktforschung.de: Vielen Dank für das Gespräch!

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