"Der Name ist die Marke"

Interview mit Katrin Ossenbrüggen | Katrin Ossenbrüggen – Insights & Consulting

Was hat Katrin Ossenbrüggen dazu bewegt, sich im Corona-Jahr 2021 selbstständig zu machen? Welche Schwerpunkte setzt ihr Institut und welche Ziele hat sie für Ihr Unternehmen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt die Ex-Kantar-Angestellte im Interview.

Wie würden Sie Ihr Geschäftskonzept in einem Satz beschreiben?

Katrin Ossenbrüggen: Passgenaue Beratung zu Märkten und Marken auf Basis von Methoden der qualitativen Marktforschung – oder einfach: Sprachrohr der Zielgruppe sein, das Gemeinte vom Gesagten unterscheiden und in relevante Empfehlungen umsetzen.

Sie haben zuvor 25 Jahre bei Kantar gearbeitet. Wie kam es zu der Entscheidung, dass Sie sich selbstständig machen wollen? Was war der Auslöser? Was ist Ihr Gründungsmythos?

Katrin Ossenbrüggen: Nachdem die Kantar GmbH beschlossen hat, neben Bielefeld auch ihre Niederlassung in Hamburg zu schließen, hatte ich sofort den Impuls, qualitative Forschung im Rahmen einer Selbständigkeit anzubieten. Qualitative Forschung mit relevanten, pragmatischen Empfehlungen wird am Markt nach wie vor stark nachgefragt, insbesondere wenn der Preis fair ist. Eine Selbständigkeit gibt mir die Gestaltungsmöglichkeiten, die nach mehr als 25 Jahre Festanstellung gut zu meinem Leben passen.

Sie möchten den Fokus Ihres Unternehmens auf die qualitative Marktforschung legen. Welche Produkte/Dienstleistungen werden Sie zukünftig anbieten?

Katrin Ossenbrüggen: Katrin Ossenbrüggen – Insights & Consulting wird die klassischen qualitativen Methoden anbieten wie Gruppendiskussionen, Tiefeninterview und Communitys. Sowohl face-to-face als natürlich auch online. Nicht erst seit Corona ist das Internet oft der Kanal der Wahl. In Zukunft wird es noch mehr hybride Kombinationsansätze aus online und offline sowie beispielsweise Tiefeninterviews und Communitys geben; weil sich gezeigt hat, dass eine Methodenvielfalt mit einer Variation der Perspektive die Erkenntnisdichte erhöht. Ich verfüge insbesondere über Erfahrungen in den Bereichen Markenführung, Innovation und Kommunikation. In diesen Bereichen wird auch zukünftig der Schwerpunkt meiner Beratung liegen.

Wodurch unterscheidet sich Ihr Institut von anderen? Was ist Ihr USP? 

Katrin Ossenbrüggen: Katrin Ossenbrüggen – Insights & Consulting macht sich nicht nur zur Aufgabe, das Sprachrohr der Konsumentinnen und Konsumenten zu sein – die Perspektive der Consumer Centricity einzunehmen. Wichtig ist es mir, die empirisch gewonnenen Erkenntnisse immer im Kontext der konkreten Businessfragestellung zu betrachten und pragmatische Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Nur so werden die Insights für die Auftraggeber wirklich relevant. Hilfreich ist dabei die Erfahrung aus mehr als 25 Jahren in der qualitativen Forschung.

Wie sind Sie zu Ihrem Firmennamen gekommen? Was steckt dahinter?

Katrin Ossenbrüggen: Der Name Katrin Ossenbrüggen ist in der Branche nicht unbekannt – ich bin seit mehr als 25 Jahren in der qualitativen Marktforschung tätig. Der Name ist die Marke. Die Begriffe Insights & Consulting drücken klar aus, worum es geht: Erkenntnisse gewinnen und auf dieser Basis beraten.

Welche Erfahrungen bringen Sie als Gründerin mit?

Katrin Ossenbrüggen: Ich beobachte den Marktforschungsmarkt seit über dreißig Jahren, kenne die Player, die Moden und die Dynamik. Nicht zuletzt kenne ich die Bedürfnisse der Kunden. Als Diplom-Soziologin habe ich mich mit den Methoden der qualitativen Sozialforschung auch aus akademischer Perspektive beschäftigt. Zudem bin ich als Bäckermeistertochter in einem Unternehmen großgeworden, so dass mir unternehmerisches Denken von Kindesbeinen an vertraut ist.

Worauf freuen Sie sich zurzeit besonders und welche Herausforderungen stehen aktuell bei Ihnen an?

Katrin Ossenbrüggen: Ganz konkret freue ich mich, im Dialog mit Kunden wieder qualitative Projektarbeit durchzuführen – ganz besonders freue ich mich darauf, Menschen auch wieder mehr ´live und in Farbe´ zu erleben. Als Herausforderung sehe ich es, die Balance von zu viel oder zu wenig Nachfrage zu meistern.

Welche Ziele wollen Sie bis Ende 2021 erreicht haben? Wie geht es 2022 weiter?

Katrin Ossenbrüggen: Gern würde ich die ersten Projekte erfolgreich durchgeführt und Fahrt aufgenommen haben. Für 2022 wird es dann wichtig, mit anderen Kolleginnen und Kollegen zu kooperieren und insbesondere international ein Netzwerk weiter auszubauen.

Was würde Ihnen aktuell am meisten weiterhelfen?

Katrin Ossenbrüggen: Es würde mir am meisten weiterhelfen, wenn die Folgen von Corona bald komplett überwunden sind, Studien mit Freude beauftragt werden und Konsumenten und Konsumentinnen ohne Bias befragt werden können.

Über die Person

Katrin Ossenbrüggen, Katrin Ossenbrüggen Insights & Consulting (Bild: Katrin Ossenbrüggen Insights & Consulting) | marktforschung.de
Katrin Ossenbrüggen war über 25 Jahre bei Kantar und den Vorläufern Research International und TNS Infratest als qualitative Marktforscherin tätig – zuletzt als Associate Director. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Markenführung, Innovation und Kommunikation. Studiert hat sie die Diplom-Soziologin an der Universität in Hamburg. Seit August 2021 ist sie selbständig mit Katrin Ossenbrüggen Insights & Consulting.

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