Bilendi und Foerster & Thelen Teststudios kooperieren

Kooperation

In Zeiten von Corona findet auch qualitative Marktforschung verstärkt online statt. Bilendi und Foerster & Thelen Teststudios haben ihre zukünftige Kooperation bekanntgegeben, durch die es den Kunden ermöglicht werden soll, flächendeckend Teilnehmer für Online-Einzelinterviews und Online-Gruppendiskussion zu rekrutieren.

Aufeinandergelegte Hände
Die Unternehmen Bilendi und Förster & Thelen kündigen Kooperation an (Bild: fauxels, Pexel)

Die Hintergründe

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Bilendi verfügt als Anbieter für Online-Marktforschung über das notwendige Teilnehmerpotential und hat Erfahrung bei der Rekrutierung für qualitative Online-Studien - sogar europaweit.

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Auch Foerster & Thelen Teststudios kann auf langjährig gesammelte Erfahrungswerte bei der Rekrutierung von Teilnehmern für qualitative Projekte in den Teststudios zurückgreifen.

Die Idee zur Kooperation entsprang daher folgender Ausgangspunkte:

Während Foerster & Thelen Teststudios zu den Kunden Zugang hat, die bislang konventionelle Gesprächsrunden im Studio durchführen und jetzt aufgrund von Corona verstärkt qualitative Projekte online umsetzen möchten, verfügt Bilendi über den Zugang zu potentiellen Probanden, die auch für Online-Gesprächsrunden rekrutiert werden können. Darüber hinaus wird die notwendige Technik ebenfalls bereitgestellt, und die Betreuung der Projekte erfolgt durch Foerster & Thelen Teststudios. Somit ist man nun gemeinsam in der Lage, Projekte über die Foerster & Thelen-Studiostandorte (Bochum, Hannover, Düsseldorf, Mannheim) hinaus auch in anderen deutschen Großstädten (z.B. in Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München, Stuttgart) zu realisieren.

Vertiefende Hintergründe zu der Zusammenarbeit geben Tim Thelen, Geschäftsführer von Foerster & Thelen und Andreas Knappstein, Leiter DACH bei Bilendi:

Tim Thelen und Andreas Knappstein
Andreas Knappstein, Bilendi (links) und Tim Thelen, Förster & Thelen im Interview

Wo seht Ihr den Unterschied zu dem, was es bislang bereits gab? Jedes Unternehmen kann ja über Online-Panels bereits Teilnehmer für Online-Gruppendiskussionen rekrutieren. Wo ist das Neue?

Tim Thelen: Aktuell erfolgt die Rekrutierung für Online-Gruppendiskussionen über Teststudios, die in der entsprechenden Stadt ein Teststudio betreiben. Panelbetreiber/-anbieter haben in der Regel keinen Kontakt zu Instituten, die Gruppen im Studio realisieren. Somit war es bislang so, dass wenn Gruppen online stattfinden sollten, verschiedene Studiobetreiber nach Studiostandort/Stadt angefragt wurden, um ein Projekt abzuwickeln. Beispielsweise sind die Städte Berlin, Köln und Hannover gefragt. Dann wurde für Berlin Anbieter A, für Köln Anbieter B und für Hannover F&T angefragt. Nun reicht es, ausschließlich uns anzufragen, da wir deutschlandweit rekrutieren. Teststudios verfügen sonst nur über Datenbanken ihrer Studiostandorte. Durch die Kooperation haben wir Zugriff auf deutschlandweite Kontakte, und es ist bei einer Online-Gruppendiskussion nicht notwendig, ein Studio in einer bestimmten Stadt zu betreiben.

Andreas Knappstein: Unsere Motive sind ähnlich, teilweise aber auch etwas anders. Für uns als digitaler Datenerheber wird das mit großer Wahrscheinlichkeit ein Rekordjahr, das kann ich heute schon schreiben. Wer mich kennt, weiß aber, dass ich die Branche immer als Ganzes sehe. Die Methodenvielfalt ist eine große Stärke der Insights Branche. Davon profitieren wir am Ende alle, es lässt uns besser werden. F&T Teststudios ist ein gewichtiger Player, der sich gerade ein Stück weit wandelt, um die Krise zu meistern. Da zieh ich meinen Hut.

Dennoch ist natürlich wichtig, dass die Vorteile einer solchen Zusammenarbeit für beide vorhanden sind. Natürlich rekrutieren wir schon lange für qualitative Online-Forschung, aber vielen Kunden kennen die Möglichkeit der Online-Gruppen oder -Einzelinterviews noch nicht. Das merken wir immer wieder. Die Kunden kommen meistens  für die klassischen Online-Projekte, wie Umfragen, Diary, die Rekrutierung für Communities oder Inhome-Use Test zu uns. Durch die neue Zusammenarbeit geben wir diesem Ansatz die Bühne, die er zukünftig benötigen wird. Es geht also auch darum, die Reichweite der beiden Unternehmen zu nutzen, um auf diesen Ansatz, aufmerksam zu machen. Und wenn Bilendi dabei die Zukunft der Marktforschung ein kleines Stück mitgestalten kann, dann umso besser.

Wann empfehlt Ihr aktuell die Online-Variante und wann die Offline-Variante? Welche Faustregeln habt Ihr da?

Tim Thelen: Grundsätzlich ist es so, dass unser Auftraggeber entweder für online- oder offline anfragt. Auf die Methode haben wir keinen Einfluss. Die Entscheidung, ob die Online- oder Offline-Variante gewählt wird, ist von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Was möchte der Endkunde? Gibt es  Reise-Restriktionen? Wie ist die Gruppengröße usw.? In einigen Fällen werden alternativ beide Methoden angefragt. Ich empfehle aufgrund der technischen Barrieren und aufgrund des sehr hohen Aufwands der Organisation von Online-Gruppendiskussionen immer die klassische Gruppendiskussion im Teststudio. Auch natürlich aufgrund der Tatsache, dass ein Teststudiobetreiber von der Vermietung von Räumlichkeiten mit Einwegspiegel lebt.

Bietet Ihr auch den Full-Service inklusive Moderation und Diskussionsplattform an oder nur die Rekrutierung?

Tim Thelen: Full-Service bieten wir nicht an. Sollte die Moderation angefragt werden, vermitteln wir gern freiberufliche Moderator-/innen. Die Diskussionsplattform stellen wir gern zur Verfügung.

sh

Veröffentlicht am: 25.08.2020

 

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