GOR in Dresden: Von kurzweiligen Sessions, Preisträgern und Partys

04.03.2016

Bereits nach der gestrigen Eröffnung der GOR und der ersten Keynote war klar: Auch in Dresden treffen sich viele Vertreter der Marktforschungsbranche, die nicht nur interessiert den Vorträgen zuhören, sondern die sich auch gerne in Diskussionen einbringen.

Die Preisträger der diesjährigen Awards (Bild: marktforschung.de)

Die Preisträger der diesjährigen Awards (Bild: marktforschung.de)


So verging der erste Tag der GOR kurzweilig mit Sessions über "Social Media in Academic Research", "Collaboration and Engagement", und bereits vor dem Mittagessen stellte das Grenzgänger-Team die provokante Frage: "Was steht auf dem Spiel: Wird Research sinnlos?" Hier tauschte man sich über Methodenfragen, Big Data, Player wie Survey Monkey und vieles mehr aus – eine Stunde reichte bei weitem nicht, aber ähnliche Fragen werden sicher auch heute am zweiten Tag diskutiert.

Am Abend des ersten Tages findet traditionell die GOR-Party statt, so auch in Dresden. Für viele Teilnehmer der Konferenz war dies wohl die erste Fahrt über die Elbe in die Neustadt: Hier gibt es abseits der touristischen Anziehungspunkte der Altstadt viele Cafés und Kneipen und das Neustadt-Viertel kommt nicht ganz so mondän und herausgeputzt daher. Im Kiezklub traf man sich bei Radeberger und Fingerfood. Zur offiziellen Verleihung des GOR Best Practices Award kehrte noch einmal Ruhe ein, bevor die stimmungsvolle Party bis in die Nacht weiterging.

Best Practice Award für InsitesConsulting und Danone Dairy

Geehrt mit dem Best Practice Award wurden Tom De Ruyck und Anouk Willens von InsitesConsulting sowie  Annemiek Temming von Danone Dairy. Sie erhielten die Auszeichnung für Ihre Studie "The Insight Activation Studio".

 

Fotostrecke: Konferenz und Award

Erster Höhepunkt des zweiten Tages wer die Keynote von Jana Diesner von der University of Illinois at Urbana-Champaing, von The iSchool, Dept of Computer Science in den USA. Sie stellte ihren Vortrag unter das Motto "Rich and Reliable Signals: Making Responsible Choices for Working with Social Interaction Data". Sie schafft es den Bezug zwischen soziologischen Erkenntnissen aus den vergangenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts mit heutigen Big-Data- und Social-Media-Ansätzen zu verknüpfen.

Es folgte die Award-Ceremony, in der auch der GOR Poster Award sowie der GOR Thesis Award vergeben wurden. Als bestes Poster wurde die Arbeit "Mixed-Method Approaches in Enterprise Social Software Evaluation" von Jan-Mathis Schnurr, Christina Bülow, Sebastian Behrendt (Universität der Bundeswehr München). Der zweite Platz ging an "Pegidas Echo Chamber - And other Uses of Facebook to Dresdens Notorious Political Movement" von Peter Hellmund und Lutz Hagen (TU Dresden). An dritter Stelle zeichnete die Jury das Poster "The Adequacy of Outlier Definitions based on Response Time Distributions in Web Surveys: A Paradata Usability Study" von Stephan Schlosser und Jan Karem Höhne (Universiät Göttingen) aus.

Der GOR Thesis Award 2016, bei dem zum zweiten Mal auch Bachelor-Arbeiten ausgezeichnet wurden und der seit vergangenem Jahr jährlich verliehen wird, ging der Preis für die beste Dissertation an Peter Kraker (Know Center) für seine Arbeit "Visualizing Research Fields Based on Scholarly Communication on the Web". Als beste Abschlussarbeit im Bereich Master-/Bachelorarbeit wurde Jessica Wengrzik ausgezeichnet für "Motivated Underreporting and Response Propensity: Do persons likely to respond give better answers to filter and eligibility questions?".

Die GOR geht heute unter anderem mit der Gesprächsrunde "Cool, ich bin Marktforschung?! Von Hard Facts, Soft Facts und einem Berufsbild im Wandel" von marktforschung.de weiter. Weitere Sessions befassen sich zum Beispiel mit "Mode Effects in Mobile Web Surveys" und "Human-Computer Interaction".

dr/cl

 

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