Forderung nach Unabhängigkeit Bayerns nicht mehrheitsfähig

17.08.2012

München - In seinem jüngsten Buch „Bayern kann es auch allein“ fordert Wilfried Scharnagl (CSU) die Unabhängigkeit Bayerns vom Bundesgebiet. Eine aktuelle Studie von ODC Services belegt nun, dass diese Forderung bislang nicht mehrheitsfähig ist. Die Konsequenzen solch einer Abspaltung werden dabei von den Befürwortern und Gegnern unterschiedlich bewertet.

Die Ergebnisse im Detail

Für die Studie  befragte  ODC  Services mit dem unternehmenseigenen Onlinepanel "opinion people" zwischen dem 13.  und 16.  August insgesamt  1.029  Personen im gesamten  Bundesgebiet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Abspaltung Bayerns nur von einer Minderheit der deutschen Bevölkerung (12%) befürwortet wird, während sich eine deutliche Mehrheit (62%) dagegen ausspricht. Bayern stehen ihrer möglichen Unabhängigkeit dabei deutlich aufgeschlossener gegenüber (Befürworter: 21% | Gegner: 57%), als die Bevölkerung im übrigen Bundesgebiet (Befürworter: 11% | Gegner 63%).

Dabei spielt die Parteienpräferenz eine große Rolle: fast jeder dritte Anhänger (31%) der CSU in Bayern befürwortet die Unabhängigkeit des Freistaats; von den Anhängern der Schwesterpartei CDU im restlichen Bundesgebiet befürworten dagegen nur 5% die Eigenständigkeit Bayerns. Überdurchschnittliche Zustimmung zur Abspaltung Bayerns gibt es in Bayern unter den Anhängern der Piratenpartei (Befürworter: 38% | Gegner: 56%). Deutliche Ablehnung erfährt die Idee in Bayern dagegen unter Anhängern der Grünen (Befürworter: 3% | Gegner: 87%).

Die Konsequenzen einer Abspaltung Bayerns vom Bundesgebiet werden von den Befürwortern und Gegnern unterschiedlich eingeschätzt. Während ein hoher Anteil der Befürworter eine Stärkung der bayerischen Wirtschaft (38%), eine Stärkung der bayerischen Demokratie (43%), und einen stärkeren politischen Einfluss von Bayern in Europa (29%) für wahrscheinlich hält, empfindet nur eine Minderheit der Gegner diese Konsequenzen als realistisch (Wirtschaft: 15%, Demokratie: 15%, polit. Einfluss: 8%). Gegner einer Abspaltung befürchten dagegen mehrheitlich eine Isolation Bayerns in Europa (51% versus 37% der Befürworter).

ODC Services

 

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!

Neuen Kommentar schreiben

Das könnte Sie auch interessieren

GfK

Konsumklima trotzt Brexit und Terrorgefahr

Shopping Mall (Bild: xy - fotolia.com)

26.08.2016 - Die deutschen Verbraucher scheinen sich durch das Brexit-Votum im Juni und die Terroranschläge im Juli nicht verunsichern zu lassen. So stieg das von GfK ermittelte Konsumklima für den September von 10,0 auf 10,2 Punkte. weiterlesen

 

Neue Senior Executive Managerin bei Leyhausen

Christine Albrecht, Leyhausen Group

26.08.2016 - Christine Albrecht ist seit Anfang August 2016 für die Leyhausen Group als Senior Executive Managerin tätig. weiterlesen

 
DGOF

10. Research plus Rheinland im September in Köln

26.08.2016 - Am 14. September 2016 dreht sich in der Kölner Wohngemeinschaft wieder alles um Innovationen in der Online-Forschung, denn die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung, DGOF, lädt bereits zum zehnten Mal zur Research plus Rheinland. weiterlesen

 
Marktforschungsmesse

Research & Results 2016: Workshop-Programm veröffentlicht

26.08.2016 - Am 26. und 27. Oktober 2016 findet die diesjährige Research & Results in München statt. Das Workshop-Programm der Messe, die unter dem Motto "Connecting market intelligence" stehen wird, wurde nun veröffentlicht. weiterlesen

 
Was sonst noch war

Mikrozensus, Isländer, Gesundheitsapps

26.08.2016 - In unserer Kolumne "Was sonst noch war" wollen wir Ihnen ans Herz legen, was die anderen schreiben. Denn manches gerät aus dem Blick – wir fangen es wieder ein mit unserer Presseschau. weiterlesen

 

Werbung

Über marktforschung.de

Branchenwissen an zentraler Stelle bündeln und abrufbar machen – das ist das Hauptanliegen von marktforschung.de. Unser breites Informationsangebot rund um die Marktforschung richtet sich sowohl an Marktforschungsinstitute, Felddienstleister, Panelbetreiber und Herausgeber von Studien, Marktdaten sowie Marktanalysen als auch an deren Kunden aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

facebook twitter google plus