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Qualitative Forschung - Marktforschung auf der Couch
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Michael Krämer (Krämer Marktforschung GmbH)Michael Krämer ist Geschäftsführer der Krämer Marktforschung GmbH in Münster.

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Nachgefragt bei Bettina Kleiber, Marktforscherin bei Takeda Pharma

Bettina Kleiber (Takeda Pharma)marktforschung.dossier: In welchem Bereich kommt qualitative Marktforschung bei Ihnen im Unternehmen zum Einsatz?

Bettina Kleiber: Da ich in der Pharma-Marktforschung tätig bin, handelt es sich bei unseren Probanden meist um Ärzte. Qualitative Marktforschung kommt immer dann zum Einsatz, wenn man etwas Genaueres über die Beweggründe der Ärzte herausfinden will. Häufig kommt es auch vor, dass man ein Projekt hat, in dem beide Methoden zum Einsatz kommen. D.h. man geht zunächst ins Teststudio um ein besseres Gefühl für die Zielgruppe zu bekommen und um später in der quantitativen Phase die richtigen Fragen zu stellen.

Der Vorteil im Teststudio ist, dass man auch mit Flipchart und Kreativtechniken arbeiten oder auch Konzepte vorstellen kann, die beurteilt werden sollen. Sehr beliebt bei uns im Hause ist der sogenannte Foldertest. Hierbei wird das Gespräch zwischen Arzt und Pharmareferent mit der zu testenden Besprechungsunterlage simuliert und der Arzt im Anschluss um Feedback gebeten. Auf dieser Grundlage werden später Änderungen am Besprechungsfolder vorgenommen.

marktforschung.dossier: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem Einsatz von qualitativer Marktforschung gemacht?

Bettina Kleiber: Unsere Erfahrungen mit dem Einsatz von qualitativen Studien sind fast durchweg positiv. Allerdings muss man dazu sagen, dass solche Projekte gut vorbereitet werden müssen. Dies fängt schon bei der Auswahl des Institutes und des Moderators an. Wir arbeiten ausschließlich mit Instituten zusammen, die sich auf Pharmamarktforschung spezialisiert haben und mit Moderatoren, die einen medizinischen Background haben.

marktforschung.dossier: Wie ist das Budget im Vergleich zur quantitativen Marktforschung?

Bettina Kleiber: Ich schätze, dass wir ca. 20% unseres Budgets für qualitative Marktforschungsprojekte aufwenden.

marktforschung.dossier: Welche Bedeutung hat qualitative Marktforschung für Ihr Unternehmen?

Bettina Kleiber: Die Bedeutung der qualitativen Marktforschung ist hoch und die Erkenntnisse sind meist wertvoll, oft auch unerwartet oder sogar überraschend.

Derzeit ist uns es wichtig, ein Gespür für neue Zielgruppen entwickeln, da wir einige Produktneueinführungen planen und wir uns durch eine Firmenfusion mit ganz neuen Märkten befassen müssen. Die qualitative Marktforschung ist ein geeignetes Instrument hierfür.

marktforschung.dossier: Wie bewerten Sie den Einsatz von Online-Methoden in der qualitativen Marktforschung?

Bettina Kleiber: In meinem Unternehmen ist man glücklicherweise offen für neue Methoden und Ansätze. Wir haben bereits vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit einem Online- Marktforschungsinstitut ein Pilotprojekt durchgeführt und Ärzte per Webcam befragt.

Dies ist sicherlich keine Methode, die man standardmäßig einsetzen würde, aber bei bestimmten Zielgruppen ist sie eine Alternative, zumal die technische Machbarkeit mittlerweile kein Hindernis mehr darstellt.

marktforschung.dossier: Frau Kleiber, wir danken Ihnen für dieses Gespräch!

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    "Hauptsächlich in der Grundlagenforschung zur Markenpositionierung, bei Konzepttests für Kampagnenentwicklung, bei Co-Creation für innovative (online) Angebote und online usability testing."

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  • Stéphanie Labussière-Metz
    Audi AG

    "Wir nutzen qualitative Marktforschung, um Produkte, Handelserlebnisse, Services und Kommunikationsformate entwickeln und anbieten zu können, die unsere Kunden von morgen begeistern."

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"Total verhunzt und geschrumpft – so zeigt Google der Welt unseren Dom." Diese Schlagzeile war in der vergangenen Woche einer der Aufmacher im "Kölner Express". Die Abhandlung eines solchen Themas – gezeigt wurden bei Googles "World Wonders Project" veröffentlichte Fotos des Bauwerks, auf denen die Türme tatsächlich stark beschnitten sind – im lokalen Boulevard-Blatt sagt einiges über das Verhältnis der Kölner zu ihrer Stadt. Es sagt aber vor allem auch einiges über die Macht des Suchmaschinen-Giganten, denn warum lässt sich aus dieser Geschichte überhaupt eine Story mit "Aufreger-Potenzial" stricken?

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