marktforschung.dossier - weitere Themen

Marke und Markenführung - die Erlebbarkeit von Namen

Also, mir sind Marken gar nicht so wichtig … ich bin doch eine selbstbestimmte, kritische Konsumentin! Ich lasse mich von Werbung und den ganzen Markenstrategien kaum beeinflussen. Sicher, ich habe meine Lieblingsmarken. Ich würde zum Beispiel niemals Pepsi trinken - obwohl es ja angeblich Blindversuche gibt, bei denen die Probanden kaum einen Unterschied zu Coca Cola schmecken konnten. Kann gar nicht sein, oder?

Gesundheit! Branchenspecial Pharma

1976 war ich frisch eingestellter Juniormarktforscher bei Basis Research in Frankfurt, als die Chefin launig in die Montagsrunde fragte, wer Kapazität hätte, eine Ausschreibung "Hämorrhoiden aus Patientensicht; Leidensbild und Behandlungswege" zu bearbeiten. Betretenes Schweigen; ich hob die Hand, ich war in Probezeit. Wir erhielten den Zuschlag und ich meine erste Studienleitung.

Marktforschung 2020: Besser, anders oder gar nicht mehr da?

"Schöpferische Zerstörung" nannte der bekannte Nationalökonom Joseph Schumpeter jenen Prozess, in dem neue Unternehmen dank innovativer Ideen Wettbewerbsvorteile gewinnen und so Wirtschaft und Gesellschaft fortentwickeln – wobei aber bestehende Strukturen und Anbieter untergehen (Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 1911).

Mobile Research - hybrid unterwegs

Es war irgendwann während meines Studiums, so Mitte der 90-er Jahre. Mein jüngerer Bruder kam zu Besuch und legte seinen Neuerwerb auf den Tisch: Ein Mobiltelefon – monströs groß, mit einer Akkuleistung von wenigen Stunden selbst im Standby.

Vom Marktforscher zum Berater - Wer braucht noch Research?

Fragen wir Wikipedia: "Der Begriff 'Beratung' bezeichnet umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch oder eine korrespondierende Kommunikationsform […] oder auch eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen oder sich der Lösung anzunähern."

Customer Experience Research & Mystery Shopping

In der Theorie ist es ganz einfach: Dienstleistungsqualität schafft Kundenzufriedenheit, Kundenzufriedenheit steigert Kundenbindung, und dies wiederum führt zu Marktanteilswachstum und besseren Unternehmensergebnissen.

Branchenspecial Automotive

"Deutsche verlieren die Lust auf Autokauf", titelte Spiegel Online am Dienstag vergangener Woche. Dem Artikel zufolge fiel die Zahl der Neuzulassungen im September gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent.

Werbung und Wirkung - Von der Litfaß-Säule zum Sponsored Tweet

Wer über Werbewirkungsforschung spricht, beginnt gerne mit ein paar beeindruckenden Zahlen zu den Werbeausgaben. 26 Milliarden Euro haben deutsche Werbetreibende 2011 laut Nielsen-Statistik für die Medienschaltung ausgegeben.

Image: Was muss ein Marktforschungsdienstleister leisten?

Das Image eines Unternehmens, einer Marke oder auch einer Dienstleistung wird gemeinhin als ein wesentlicher Einflussfaktor bei Kaufentscheidungsprozessen angesehen.

Qualitative Forschung - Marktforschung auf der Couch

Die qualitative Forschung ist ein bisschen wie die FDP. Von Anfang an dabei, oft mitentscheidend, aber dennoch immer knapp an der 5-Prozent-Hürde schrammend. 7% ihres Umsatzes erzielten die im ADM zusammengeschlossenen Institute 2010 in der qualitativen Forschung.

Web-Analyse - Big Data = Big Success?

Die unfassbaren Datenmengen, die im World Wide Web – und darüber hinaus auch auf Servern von Unternehmen – kursieren, sind Segen und Fluch zugleich: Sie bieten eine unglaubliche Menge an verfügbaren Informationen. Gleichzeitig macht diese unglaubliche Menge es nahezu unmöglich, diese zu strukturieren und zu selektieren – und vor allem auch zu validieren.

Online-Panels - gerade etabliert und schon von gestern?

Es ist ungefähr ein Jahr her, dass eine Meldung des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. für einiges Aufsehen sorgte: Erstmals überstieg die Zahl der Online-Interviews in Deutschland die der telefonisch durchgeführten Befragungen

Repräsentativität 2012 - Fakt, Fake oder Fetisch?

Das Thema Repräsentativität ist weder selbstverständlich noch abgehakt. Sondern immer und gerade jetzt wieder aktuell.

Marktforscher (m/w) - Ein Traumberuf?

Von Dr. Gabriele Jacobs, Dr. P. Saskia Bayerl (Foto) und Dr. Kate Horton (Erasmus Universität, Rotterdam)

Dr. Gabriele Jacobs, Dr. P. Saskia Bayerl (Erasmus Universität, Rotterdam)

Wir haben Sie als Marktforscher gefragt, wie Sie Ihren Beruf sehen und wie sehr Sie sich mit ihm und der Organisation in der Sie arbeiten identifizieren. 381 Marktforscherinnen (45,1 %) und Marktforscher (38,8 %) haben sich an dieser Befragung beteiligt.

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Der Arbeitsmarkt Marktforschung in Zahlen

Insgesamt 56.000 Personen sind in Deutschland haupt- oder nebenberuflich  in der Marktforschungsbranche tätig (Markt- und Sozialforscherstudie 2008).

In Instituten arbeiten 2011 18.500 festangestellte Marktforscher (Marktforschung in Zahlen, ADM).

Das durchschnittliche Jahresgehalt liegt ungefähr bei 54.000 € (marktforschung.de Gehaltsstudie 2012).

Mehr als 90 % der festangestellten Marktforscher haben einen Hochschulabschluss (marktforschung.de Gehaltsstudie 2012).

2012 gibt es 242 Auszubildende zum Fachangestellten Markt- und Sozialforschung (ADM).

Kennen Sie FAMS?

Von Eva Hammächer

Die meisten Marktforschungsinstitute kennen sie mittlerweile, betrieblichen Marktforschern ist sie schon seltener geläufig und junge Menschen, die es in die Marktforschung zieht, stolpern oft nur zufällig über sie: Die Ausbildung zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung, kurz: FAMS.

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"Wahre Schönheit kommt von innen": Aufbau erfolgreicher Arbeitsplatzkulturen vor dem Hintergrund des demographischen Wandels

Von Frank Hauser und Andreas Schubert (Great Place to Work®)

Frank Hauser, Andreas Schubert (Great Place to Work®)

"Noch nie wurde mir in meinem Arbeitsleben soviel Respekt und Vertrauen entgegen gebracht wie an dieser Arbeitsstelle." "Wir arbeiten sehr viel, aber es macht Spaß. Wir lachen und feiern viel." Wer spricht hier? Menschen, die ihre Arbeitsplätze und Arbeitgeber beschreiben? Doch wohl eher nicht. Aber es ist so.

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Nachgefragt bei Marion Bodem (Ipsos)

Marion Bodem (Ipsos)

Marion Bodem ist Direktorin Human Resources bei Ipsos.

 

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Nachgefragt bei Christian Dössel (MM-Eye)

Christian Dössel (MM-Eye)

Christian Dössel ist Research Director und verantwortlich für Human Resources bei MM-Eye.


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Nachgefragt bei Henner Förstel (MANUFACTS)

Henner Förstel (MANUFACTS)

Henner Förstel ist geschäftsführender Gesellschafter und Managing Partner bei MANUFACTS Research & Dialog.
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Nachgefragt bei Lena Lau (GfK SE)

Lena Lau (GfK SE)

Lena Lau ist HR Business Partner der GfK SE.



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Nachgefragt bei Dr. Gaby Wiegran (Vocatus)

Dr. Gaby Wiegran (Vocatus)

Dr. Gaby Wiegran gehört zum Management von Vocatus und ist verantwortlich für die Bereiche Marketing, Recht und Personal.
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Karriere in der Marktforschung - Traumberuf "Erbsenzähler"?

Von Dr. Anke Müller-Peters

Dr. Anke Müller-Peters (marktforschung.de); Copyright: onemohr photographyHaben Sie schon einmal ein Kind sagen hören: "Und wenn ich groß bin, werde ich Marktforscher?" Ich habe das noch nicht gehört. Es ist vielmehr so, dass es ausgesprochen schwierig ist zu erklären, was Marktforschung eigentlich ist. "Marktforscher fragen Leute, welche Produkte sie sich wünschen und erklären den Herstellern dann, was sie machen müssen, damit ihre Kunden zufrieden sind und die Produkte noch mehr lieben,"  so erklären Marktforscher-Eltern ihren Beruf. "Mmh..." machen die Kinder. Meistens endet das Gespräch an dieser Stelle, oder es kommt die Frage "Was ist Produkte?". Dann versuchen wir zu erklären, was Produkte sind und reden schnell über Autos, i-Pads und Spielzeug und kommen irgendwie vom eigentlichen Thema ab.

Wie kommt man überhaupt zu diesem schwer erklärbaren Beruf? Mit dieser Frage besuchen viele Leser unsere Website marktforschung.de. Erstmals zeigt der neue Bildungsatlas Marktforschung für den gesamten deutschsprachigen Bereich, welches Ausbildungs- und Studiumsangebot es für angehende Marktforscher gibt. Quereinsteiger und Wissensauffrischer können sich im Bereich Weiterbildung informieren.

Außerdem haben wir HR-Verantwortliche in unterschiedlichen Marktforschungsinstituten gefragt, welche Erwartungen sie an ihre Mitarbeiter haben und was sie ihnen als Arbeitgeber bieten können. Lesen Sie die Antworten von Marion Bodem (Ipsos), Christian Dössel (MM-Eye), Henner Förstel (MANUFACTS), Lena Lau (GfK SE) und Gaby Wiegran (Vocatus) in der Rubrik "Nachgefragt bei …".
 
Auch sind wir in unserem aktuellen Schwerpunktthema der Frage nachgegangen, wie es 6 Jahre nach seiner Taufe eigentlich um den Ausbildungsberuf zum Markt- und Sozialforscher steht. In der Branche wird der Beruf gekannt und geschätzt, so der Beitrag von Eva Hammächer. Außerhalb der Branche ist die Bekanntheit allerdings gering, so dass nicht alle Lehrstellen besetzt werden können.

Wenn ich nun Marktforscher bin, welches Gehalt kann ich dann erwarten? Bis vor zwei Jahren gab es kaum Daten darüber, was Marktforscher eigentlich verdienen und so haben wir das Thema im Gehaltscheck Marktforschung aufgegriffen. Die Gehaltsstudie 2012 wertet die Angaben von 2.200 Marktforschern aus und beleuchtet die Höhe der gezahlten Gehälter aus unterschiedlichen Perspektiven.

Aber Geld ist nicht alles, berichten unsere Autoren vom Great Place to Work Institut. Denn aus ihren Untersuchungen wissen sie, dass eine gute Arbeitsplatzkultur mindestens genauso wichtig für die Arbeitszufriedenheit und die Mitarbeiterbindung ist, wie das Gehalt. Die wichtigsten Rezepte zur Gestaltung eines attraktiven Arbeitsplatzes lesen Sie in ihrem Beitrag.

Jüngst habe ich gehört, dass Lokomotivführer gesucht werden. Wollten die kleinen Jungs nicht früher immer Lokomotivführer werden? Wenn diese Jungs den Artikel zur Berufsidentität lesen, wird sich der Markt für Lokomotivführer nicht entspannen: Denn "Marktforschung – in der Tat ein Traumberuf" lautet das abschließende Statement der Forscher um Dr. Gabriele Jacobs aus Rotterdam, die sich seit vielen Jahren mit Studien zur beruflichen Identität befassen. Vielleicht hören wir ja demnächst von unseren Kindern "Und wenn ich groß bin, werde ich Marktforscher."

Bildungsatlas Marktforschung - Wege in die Marktforschung

Von Dr. Anke Müller-Peters

Anders als bei dem Beruf des Arztes, der Medizin studiert, oder dem des Architekten, der Architektur studiert, führen beim Beruf des Marktforschers viele Wege zum Ziel. Die Laufbahnen von Marktforschern beginnen oft mit einem wirtschaftlichen, psychologischen oder soziologischen Studium. Manchmal kommen Marktforscher als Kommunikationswissenschaftler, Politologen oder sogar als Geographen zu dem Beruf - und diese Liste ließe sich sicher noch verlängern. Zunehmend werden jedoch heute Studiengänge angeboten, die gezielt auf den Marktforschungsberuf vorbereiten, bzw. Studiengänge, die sich durch Interdisziplinarität auszeichnen. Neben der Vielzahl der akademischen Wege in die Marktforschung gibt der Bildungsatlas Marktforschung von marktforschung.de auch einen Überblick über Ausbildungsangebote und Weiterbildungsmöglichkeiten für Marktforscher und solche, die es werden wollen.

Wenn leitende Positionen in der Marktforschung angestrebt werden, empfiehlt sich ein akademischer Abschluss. 92 % der Marktforscher haben einen Hochschulabschluss (Gehaltsstudie Marktforschung 2012). Aus unserem Stimmungsbarometer wissen wir, wie wichtig Führungskräften in der Marktforschung eine sehr gute Qualifikation ihrer Mitarbeiter ist. Viele Institutsleiter empfehlen ein interdisziplinäres Studium, eine Fächerkombination, die sowohl psychologisches oder soziologisches Wissen vermittelt als auch betriebswirtschaftliche Grundlagen. Neben den Studienangeboten mit klarem Focus auf der Marktforschung sind daher insbesondere die wirtschaftspsychologischen Bachelor- und Master-Studiengänge interessant für angehende Marktforscher.

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Was verdient eigentlich ein Marktforscher?

 

Von Dr. Anke Müller-Peters

Dieser spannenden Frage geht marktforschung.de seit 2010 im Rahmen des Gehaltschecks für Marktforscher nach. In Zusammenarbeit mit der tivian GmbH bietet marktforschung.de in dem Online-Tool Beschäftigten in der Marktforschungsbranche die Möglichkeit, das eigene Gehalt zu den Verdiensten individuell definierbarer Vergleichsgruppen in Relation zu setzen.

In den letzten 2 Jahren haben über 2.200 Marktforscher detaillierte Angaben zu ihren Gehältern gemacht. Neben dem Jahres- bzw. Monatsgehalt werden auch variable Gehaltsanteile, Zuschüsse zur betrieblichen Altersversorge, andere Zuschüsse und Firmenwagen berücksichtigt. Diese Angaben werden pro Teilnehmer zu einem Gesamtwert für das Jahreseinkommen zusammengefasst.

Im Durchschnitt verdienen Marktforscher 53.800 €, das mittlere Einkommen liegt bei 44.600 €. Welche Faktoren erklären nun, ob ein Arbeitnehmer wenig oder viel verdient?

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Marktforscher oder "Erbsenzähler"?

"Erbsenzähler" - eigentlich eher ein Schimpfwort - ist eine weit verbreitete und geläufige Bezeichnung für Marktforscher. Aber warum eigentlich?

Der Begriff geht zurück auf den Reiseführer Karl Baedeker, der im 19. Jahrhundert lebte. Als dieser 1847 den Mailänder Dom bestieg, wurde er von Freiherr Gisbert von Fincke bei einer etwas ungewöhnlichen Art des Stufenzählens beobachtet: Alle 20 Stufen blieb Baedeker stehen und steckte sich eine getrocknete Erbse in die Westentasche.

Die Zahl der Erbsen mit 20 multipliziert und um die verbleibenden Reststufen ergänzt lieferte Baedeker die genaue Zahl an Stufen. Diese veröffentlichte er später in seinem Reiseführer - nicht jedoch, ohne sie beim Abstieg noch einmal zu überprüfen.

Diese Genauigkeit machte Baedeker als ersten "Erbsenzähler" berühmt. Im übertragenen und besten Sinne des Wortes lässt also die Genauigkeit als elementares Qualitätskriterium der Marktforschung auch die Marktforscher selbst zu "Erbsenzählern" werden. 

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