marktforschung.dossier eBook

Das marktforschung.dossier
"Karriere-Spezial: Geld oder Glück - was sticht im Kampf um Talente"
als eBook (42 Seiten; PDF; 3,5 MB)

Betriebsräte in der Marktforschung: Interview mit Kerstin Döpfert (ver.di) und Dr. Stephan Tregel (TNS Infratest)

Kerstin Döpfert (ver.di), Dr. Stephan Tregel (TNS Infratest)

marktforschung.dossier: Frau Döpfert, Sie organisieren bei ver.di b+b für den Betriebsräte-Arbeitskreis Marktforschung Seminare und waren früher Sprecherin des Arbeitskreises. Wie ist er entstanden und was ist sein Ziel?

Kerstin Döpfert: Wir haben in den einzelnen Instituten erkannt, dass wir nur stark sind, wenn wir die Arbeitsbedingungen der anderen Institute kennen und gemeinsam versuchen, Standards zu entwickeln. Wie die Firmenchefs im Rahmen ihres Verbandes ADM ihre Interessen abstimmen, so tauschen die Betriebsräte am Rande ihrer Seminare Informationen und Erfahrungen aus und sind damit nicht mehr so einfach mit Chef-Argumenten wie „Das gibt es auch bei der GfK nicht“ bzw. „das machen die bei TNS Infratest auch so“ zu beeindrucken.

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Mit Emotional Usability den Kampf um Talente gewinnen: Employer Branding und Bewerbermanagement

Von Sabrina Duda, Inhaberin von users' delight, Agentur für User Experience, und Stefanie Stockhecke, Karriere Coach, HR Beraterin und Trainerin.

Sabrina Duda (users' delight), Stefanie Stockhecke

„The War for Talents“ – Wie wird dieser Kampf mit modernen Mitteln entschieden?

Wie werben große Unternehmen ihre Mitarbeiter an, wie ist das Bewerbermanagement, und was können kleinere mittelständische Firmen tun, um auf sich aufmerksam zu machen und für Bewerber attraktiv zu sein?

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"'Work hard, play hard' hat ausgedient" - Interview mit Olaf Marx (Happy Thinking People)

Olaf Marx (Happy Thinking People)

marktforschung.dossier: Herr Marx, Sie sind bereits seit einigen Jahren bei Happy Thinking People bzw. vormals H,T,P, Concept für den Personalbereich zuständig. Um die leitmotivische Frage unseres aktuellen marktforschung.dossier aufzugreifen: Geld oder Glück – was sticht mehr im Kampf um Talente?

Olaf Marx: Es ist die gesunde Mischung. Und es geht auch um geteiltes Glück, das sich über die Werte-Schnittmenge zwischen Mitarbeitern und Unternehmen definiert und im Wesentlichen die Dauer der Arbeitsbeziehung beeinflusst. Ganz entscheidend für die Mitarbeiterzufriedenheit ist das tägliche Erleben im Unternehmen. Das bedarf regelmäßiger Pflege – hin und wieder auch der Feinjustierung.

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„Da habe ich mich dann auch ein wenig in die Marktforschung verliebt…“ - Berufseinstieger berichten

Von Bastian Stegen, marktforschung.de

Soziologen, Psychologen, Wirtschafts- und Geisteswissenschaftler. Realschüler, Gymnasiasten, Hochschulabsolventen. Auf den ersten Blick wirken diese Personengruppen grundlegen verschieden. Erst auf den Zweiten lässt sich im Rahmen einer spezielleren, näher betrachtenden Herangehensweise eine Gemeinsamkeit feststellen: Sie alle sind irgendwie in irgendeinem Bereich der Marktforschung tätig und für diese als Fachpersonal unverzichtbar.

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Weiterbildung: Das Interesse ist da.

Von Katharina Frey, marktforschung.de

Weiterbildung kann als ein wichtiger Aspekt moderner Unternehmensführung und -weiterentwicklung gesehen werden. Dieser Meinung sind auch die Teilnehmer der aktuellen Gehaltsstudie von marktforschung.de und der tivian GmbH – Gesellschaft für Evaluation und Analyse in der  Organisationsentwicklung. Nahezu alle befragten Probanden, ob im Institut, in einem Unternehmen oder einer Unternehmensberatung beschäftigt, haben ein Interesse an Weiterbildung, das sich sogar teilweise in einer eigenmotivierten Zahlungsbereitschaft niederschlägt: Die Hälfte der Befragten ist laut der durchgeführten Studie bereit, privat in die eigene Weiterbildung zu investieren.

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Karriere-Spezial: Geld oder Glück - was sticht im Kampf um Talente?

Von Anke Müller-Peters, Ressortleiterin Karriere | Akademie 

Dr. Anke Müller-Peters Das Arbeits- und Berufsleben ist in unserer Gesellschaft derzeit rasanten Veränderungen unterzogen. Viele sehen Chancen im Wandel, viele machen sich Sorgen und betonen die Risiken. Betrachten wir nur einige dieser Veränderungen.

Grenze zwischen Arbeits- und Berufsleben verschwindet

Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob Arbeitsleben und Privatleben eigentlich noch zweierlei  sind  oder ob die Grenze zwischen den Lebensbereichen bis zur Unkenntlichkeit verschwimmt. Kann ein Arbeitnehmer heute beruflich bei facebook sein und privat nicht? Ist es zeitgemäß, das Firmenhandy nach Feierabend abzuschalten und das private zu aktivieren? Unter dem Titel „Faul und schlau“ vertrrat  das Magazin „Die Zeit“ vor kurzem die These, dass junge, gut ausgebildete Arbeitnehmer mit neuen Erwartungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in den Arbeitsmarkt eintreten. Dort wird die zeitliche Vermischung zwischen Privat- und Berufsleben als Chance für neue Lebensformen angesehen.  Andere empfinden es als Belastung, dass digitale Arbeit  fast zu jeder Zeit und an jedem Ort erledigt werden kann.

Health Care Management

Unternehmen anderseits fangen an, mehr Verantwortung für ihre Arbeitnehmer zu übernehmen und etablieren Health Care Management-Systeme, um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu erhalten. Die Notwendigkeit solcher Maßnahmen wird besonders mit dem Trend der stetig steigenden Arbeitsausfälle aufgrund stressbedingter Erkrankungen begründet. Die Anzahl von Fehltagen bei der Arbeit aufgrund von psychischen Krankheitsbildern ist innerhalb von 8 Jahren auf  das 18-fache gestiegen. Dies ist insofern bemerkenswert, als formal heute sehr viel weniger Wochenstunden gearbeitet werden als vor 50 Jahren. Machen die sich wandelnden Arbeitsbedingungen also krank?

Demographischer Wandel

Die Bevölkerungspyramide wird sich in den nächsten Jahren zu einem Bevölkerungspilz entwickeln. Dies ist nicht nur eine politische Herausforderung für das Bildungs- Gesundheits- und Rentensystem, sondern auch eine Herausforderung für Arbeitgeber im Kampf um die besten Talente. Arbeitsmarktbezogene Analysen des demographischen Wandels zeigen, dass dem deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten 50 Jahren jährlich eine halbe Million Arbeitnehmer verloren gehen werden. Infolgedessen wird diskutiert, welche Potenziale zukünftig für den Arbeitsmarkt mobilisiert werden können. Frauen, Einwanderer, verlängerte Lebensarbeitszeit - dies sind die wichtigsten Ansätze zur Lösung des Problems. Ansätze, die sowohl Ängste als auch Hoffnungen wecken.

Patchwork-Karrieren

Einerseits folgen auf den Ruf nach mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt gelockerte Kündigungsschutzbedingungen und neue Formen von flexiblen Arbeitsverträgen. Andererseits nutzen Arbeitnehmer die Vielzahl der Möglichkeiten am Arbeitsmarkt, um ihre Berufskarriere im Laufe ihres Lebens ihren persönlichen sich ändernden Bedürfnissen anzupassen. Unter dem Stichwort „Patchwork-Karriere“ wird viel darüber gesprochen, dass Arbeitsbiographien heute nicht mehr die lebenslange Zugehörigkeit zu einem Betrieb bedeuten. Auch hier ist es wieder eine Frage der Perspektive, ob der Trend als Chance oder als Belastung angesehen wird, denn brüchige Lebensläufe können Ausdruck zunehmender Selbstbestimmung oder Ausdruck zunehmender Fremdbestimmung sein.

Auch in diesem Jahr widmen wir wieder eine Ausgabe des marktforschung.dossier dem Arbeitsmarkt in unserer Branche. Im Rahmen dieses Themenspecials finden Sie die aktuelle Gehaltsstudie für Marktforscher, eine Analyse von Online-Bewerbungsprozessen, Erwartungen von Studenten und Berufseinsteigern an ihre Arbeit in der Marktforschung und vieles mehr. Lassen Sie sich von unseren Autoren inspirieren und finden Sie Ihre eigene Antwort auf die Frage, ob die veränderte Arbeitswelt Fluch oder Segen ist.

Das marktforschung.dossier "Karriere-Spezial: Geld oder Glück - was sticht im Kampf um Talente" als eBook (42 Seiten; PDF; 3,5 MB)


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Von Nils Glück, marktforschung.de

marktforschung.de Gehaltsstudie 2013Die Branche der Marktforschung verzeichnet seit Jahren ein solides Wachstum. Mögliche Effekte dieses positiven Trends zeigen sich auch in der Gehaltsstudie 2013: Die Stimmung in der Branche ist gut, die Zufriedenheit der Marktforscher mit ihrem Job hoch, wenn auch nicht alles zum Besten bestellt ist. Zum dritten Mal liegen nunmehr die Ergebnisse der Studie vor, die marktforschung.de in Zusammenarbeit mit der tivian GmbH – Gesellschaft für Evaluation und Analyse in der Organisationsentwicklung – veröffentlicht. Nicht nur der Status quo, sondern auch mögliche Entwicklungen in der Branche sind anhand der Ergebnisse zu erkennen.

So ist beispielsweise auffällig, wie hoch die Zufriedenheit und das Engagement vieler Beschäftigten ist. Unsere Befragung hat erneut gezeigt, dass ein Großteil der Arbeitnehmer sich mit dem Beruf des Marktforschers klar identifiziert und bereit ist, sich täglich aufs Neue am Arbeitsplatz mit Tatkraft einzubringen: 76 Prozent der Teilnehmer beurteilt die eigenen Arbeitsaufgaben positiv, 83 Prozent sind bereit sich besonders für den Erfolg ihres Unternehmens einzusetzen. Auch befinden die meisten Befragten das Arbeitsklima und das Verhältnis zum direkten Vorgesetzten als gut: 62 Prozent würden ihren Arbeitgeber weiterempfehlen. Dennoch gibt es auch Befunde, die nachdenklich stimmen: Knapp die Hälfte der Beschäftigten gibt an, mindestens zeitweise eine Belastung durch Stress zu verspüren. Auch scheinen viele Arbeitnehmer mit dem Management ihres Arbeitgebers unzufrieden zu sein: Nur 12 Prozent gaben an, voll und ganz hinter der Unternehmensführung zu stehen. Und vor allem den Beschäftigten von Full-Service-Instituten scheint der Kostendruck negativ aufzufallen. Kurz gesagt: Die Marktforscher lieben was sie tun, für wen und unter welchen Bedingungen sie es tun allerdings nicht immer.

Dabei zeigt sich zugleich, dass die Arbeitnehmer flexibel mit ihrer Karriereplanung umgehen, um diese Herausforderungen zu meistern. Jeder Fünfte denkt über "Downsizing" nach und erwägt in Zukunft kürzerzutreten, sieben Prozent würden dafür sogar Lohneinbußen hinnehmen. Als wichtiger Faktor für die Zufriedenheit mit dem eigenen Arbeitsplatz zeigt sich auch die sogenannte Work-Life-Balance. 30 Prozent gaben an, Beruf und Privatleben nur teilweise miteinander verbinden zu können, während 39 Prozent die Ausgewogenheit als eher gut beurteilen.

Nicht zuletzt das Geld spielt beim Thema Arbeitszufriedenheit eine Rolle. Unsere Gehaltsstudie bestätigt die Dimensionen, in denen sich die Gehälter seit Jahren bewegen: Knapp 54.000 Euro beträgt der Durchschnitt des Jahresgehalts. Arbeitnehmer sind gut beraten, auf Sonderzahlungen zu pochen, um nicht im Gehaltsvergleich abzurutschen. Zugleich zeigen sich deutliche Unterschiede innerhalb der Branche, wenn es um die Langzeiteinflüsse von Faktoren wie Ausbildung und Berufserfahrung auf die Höhe des Gehalts geht. Die Aufstiegsmöglichkeiten beim Gehalt sind zwar gut – so liegt das durchschnittliche Einstiegsgehalt bei gerade mal 34.000 Euro. Nach sechs Jahren jedoch beträgt es bereits rund 55.000 Euro. Junge Bachelorabsolventen mit Drang zum Beruf sollten allerdings dringend noch einmal darüber nachdenken, ob sie nicht doch einen Masterabschluss draufsatteln, denn finanziell lohnt es sich: Rund 10.000 Euro pro Jahr mehr sind drin im Vergleich zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Bereits zwölf Prozent der Branchentätigen haben ein Bachelor- oder Masterzeugnis vorzuweisen, Tendenz steigend.

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