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Möbelhäuser beim Kauf einer Küche nur zweite Wahl
Meinersen – Küchen sind längst zu einem bestimmenden Element modernen Wohnens geworden. Für die Hersteller und den Handel ergeben sich daraus einerseits neue Chancen, aber auch die Herausforderung, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten. In einer aktuellen Studie von TEMA-Q wurden 161 Verbraucher befragt, die sich innerhalb der letzten fünf Jahre eine neue Küche angeschafft haben. Im Fokus stand dabei die Zufriedenheit der Käufer mit Möbelhäusern im Vergleich zu Küchenstudios hinsichtlich des Produktangebots, der Beratung, der Lieferung und dem Einbau.
Eine erste Erkenntnis der Studie war, dass Küchen, die unter 5.000 Euro liegen, mehrheitlich in Möbelhäusern gekauft werden (76 Prozent) und dass der Marktanteil der Küchenstudios mit steigendem Kaufpreis zunimmt. Im Punkt Kundenzufriedenheit rund um das Thema Küchenkauf, werden Küchenstudios überwiegend besser bewertet als Möbelhäuser. Die Küchenstudios bieten eine hohe Kompetenz bei der Beratung sowie bei der Lieferung und dem Einbau vor Ort. Bei den Möbelhäusern vermissten doch einige diese fachliche Beratung und empfanden auch die lange Wartezeit auf einen Berater als einen schlechten Kundenservice. Für beide Anbieter gilt die Kritik an den zu wenigen verfügbaren Herstellern. Als problematisch sahen viele der Befragten zudem die Angebote zur Finanzierung. Die Ausstellungsräume der Anbieter sind jeweils die wichtigste Anlaufstelle für die Recherche vor dem Kauf. 43 Prozent der Befragten nutzten dies intensiv, während das Internet hier keine Rolle spielt. 73 Prozent gaben an, dass sie beim Küchenkauf darauf überhaupt nicht zurückgreifen.
Die Umfrage zeigt auf, dass insbesondere Möbelhäuser ihre Kunden nicht in allen Aspekten zufriedenstellen können. Zwar punkten sie mit kundenfreundlichen Öffnungszeiten und mit der Einhaltung von Lieferzeiten, sie sollten jedoch die fachliche Kompetenz ihres Personals verbessern, wenn sie den Küchenstudios insbesondere bei höherpreisigen Küchen Konkurrenz machen wollen.
"Überraschend ist, wie wenige beim Küchenkauf das Internet als Informationsquelle nutzen", erklärte Martin Plötz, Geschäftsführer der TEMA-Q GmbH. "Das könnte an einem fehlenden wirklich guten Angebot im Netz und den anschaulich aufgebauten Küchen in den Geschäften liegen. Sollten sich hier neue Angebote im Netz ergeben, würden diese sicherlich zunächst das untere Preissegment und damit vor allem die Möbelhäuser treffen."
cl/TEMA-Q


