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19.01.2010:

Studie "Electronic Banking 2009": EBICS nimmt weiter Fahrt auf

Hamburg - Der Electronic Banking Internet Communication Standard (EBICS) hat sich in Deutschland etabliert: Jedes dritte Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Millionen nutzt im elektronischen Zahlungsverkehr den neuen Standard - die Mehrheit davon sogar ausschließlich. Dies zeigt den hohen Mehrwert von EBICS für die Unternehmen. Allerdings sind mehr als die Hälfte der Unternehmen noch immer nicht ausreichend informiert. Das ist das Ergebnis der Studie "Electronic Banking 2009" des Beratungs- und Softwarehauses PPI AG in Zusammenarbeit mit ibi research.

Doch nicht nur hierzulande ist die internetbasierte Datenübertragung gefragt. Immer mehr europäische Länder sind inzwischen an einer Umstellung interessiert. So führt Frankreich seit kurzem EBICS als künftigen Standard ein. Rund 90.000 französische Firmenkunden, die den elektronischen Zahlungsverkehr bisher über das ETEBAC-Verfahren abwickelten, drängen nun auf eine zügige Umstellung. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung eines einheitlichen Zahlungsverkehrsraums (Single Euro Payments Area) ist somit getan.

Die Neuerungen, die EBICS den Unternehmen in Frankreich bietet, haben sich hierzulande in der Praxis bereits bewährt. So gibt von den deutschen Betrieben, die EBICS nutzen, jeder zweite an, insbesondere von dem hohen Sicherheitsstandard zu profitieren. Ebenso viele Firmen schätzen an EBICS, dass für die Datenübertragung kein ISDN-Anschluss mehr notwendig ist - im Gegensatz zu bisherigen Systemen erfolgt die Kommunikation über das Internet, was die Übertragungszeiten deutlich verbessert. 40 Prozent der befragten Unternehmen bewerten zudem die Möglichkeit zur standortunabhängigen elektronischen Unterschrift, die eine Unterzeichung von Zahlungsaufträgen von unterwegs erlaubt, als entscheidenden EBICS-Vorteil.

Die ersten französischen Kreditinstitute nehmen derzeit den Betrieb mit EBICS auf. "Nun gilt es, die Umstellung zügig voranzutreiben. Denn Banken, die eine Vorreiterrolle einnehmen, erhalten dadurch einen wichtigen Wettbewerbsvorsprung", ist sich PPI-Experte Michael Lembcke sicher. "Sie können sich bereits auf die Entwicklung neuer Dienste im Zahlungsverkehr, wie etwa multibankfähige Firmenkundenportale konzentrieren, während andere Institute erst noch an den technischen Grundlagen arbeiten."

Die Entscheidung der französischen Bankenwirtschaft für EBICS und die gemeinsame Weiterentwicklung des Standards in Deutschland und Frankreich sind neben SEPA wichtige Schritte zur Harmonisierung der europäischen Märkte. Damit wächst der Druck auf weitere europäische Länder, EBICS einzuführen. "Hoher Informationsbedarf ist derzeit aus der Schweiz und Großbritannien festzustellen, Österreich ist in die Evaluierung eingestiegen. EBICS ist somit auf einem guten Weg, sich zu einem europäischen Standard in der Bankenwirtschaft zu entwickeln", sagt Lembcke.

Quelle: PPI


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