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16.06.2011:

Social Media Research: Marketing- und Marktforschungsverantwortliche in Unternehmen erwarten zunehmende Nutzung

Köln / Düsseldorf (marktforschung.de) – Auch wenn Social Media als Marketing- und Marktforschungstool eine immer bedeutendere Rolle spielt, haben sich in den großen Unternehmen in Deutschland bislang kaum ausgereifte Strategien für den Umgang mit dem Web 2.0 etablieren können. Eine Hürde stellt vor allem die Messbarkeit des Erfolges von Social Media Marketing dar: Zwar haben viele Firmen bereits Erfahrung mit Marketing im Social Web, die Bewertung der dortigen Aktivitäten gestaltet sich aber oftmals aufgrund fehlender Vergleichswerte einerseits und bislang nicht definierter Marketingziele andererseits als problematisch. Marktforschung im Social Web stellt aus Sicht der Marketing- und Marktforschungsverantwortlichen in den Firmen durchaus eine Möglichkeit dar, das Portfolio der Marktforschungstools zu ergänzen, wird die klassischen Methoden aber zumindest mittelfristig nicht ersetzen können. Dies geht aus der Studie "Social Media 2011: Top-Entscheider im Experteninterview – Trends in Marketing und Marktforschung" hervor. Für die von DTO Consulting in Kooperation mit marktforschung.de durchgeführte qualitative Studie wurden 35 Entscheider aus großen deutschen Unternehmen ausführlich zur Nutzung von Social Media Marketing und –Marktforschung befragt.

Erfahrung mit Social Media Research: Beobachtungen von Foren und Blogs

Gut die Hälfte der befragten Unternehmen hat bereits erste Erfahrungen mit Social Media Marktforschung gemacht, wobei primär Foren und Blogs analysiert wurden. Die gemachten Beobachtungen werden zur Image- und Bekanntheitsmessung ebenso genutzt wie zur Generierung von Ideen. Im direkten Vergleich ist Social Media Marktforschung den klassischen Methoden aus Sicht der Befragten allerdings insbesondere hinsichtlich der Generierung von "harten" Fakten sowie in punkto Datenschutz und Datensicherheit deutlich unterlegen. Positive Eigenschaften werden der Social Media Marktforschung bei der Generierung von "Soft-Facts" sowie im Hinblick auf die Kosten der Datengewinnung attestiert.

Social Media Research mit Potenzial zur Etablierung im Methoden-Mix

Insgesamt gehen fast 90 Prozent der Befragungsteilnehmer davon aus, dass die Nutzung von Social Media Marktforschung zunehmen wird. Aus Sicht der Marketing- und Marktforschungsverantwortlichen kann sich die Methode zu einem festen Bestandteil der Marktforschung in Unternehmen entwickeln, indem erprobte Methoden der klassischen Marktforschung für Social Media Research adaptiert werden und so ein neuer Kanal zur Datengenerierung hinzugewonnen wird.

Heterogene Wahrnehmung von Social Media: Wunsch nach mehr Transparenz

Generell ist die Wahrnehmung und damit einhergehend auch die Nutzung von Social Media sehr heterogen. Während bei einem Teil der Befragten noch Unsicherheit vorherrscht, haben andere Soziale Netzwerke und sonstige Kommunikationsplattformen fest in ihren beruflichen Alltag integriert. Aber auch wenn bereits drei Viertel der befragten Unternehmen Social Media nutzen, sind Wissen und Verständnis im Bezug auf dieses Thema noch eher gering ausgeprägt.

"So divergent die Nutzung von Social Media in den Unternehmen ist, so einheitlich ist letztlich der Wunsch nach mehr Transparenz", kommentiert Claas Lübbert, Redaktionsleiter und Portalmanager bei marktforschung.de, das Ergebnis. Gefragt seien insbesondere Tools, mit denen sich Unternehmensaktivitäten im Social Web valide auswerten lassen. "An dieser Stelle sind die Marktforschungsinstitute gefordert, die Stärken bereits vorhandener Messinstrumente klar zu kommunizieren und gegebenenfalls die Forschungstools noch stärker auf Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Bereitschaft, sich mit den Möglichkeiten von Social Media zu befassen, ist in den Unternehmen deutlich vorhanden. Gefordert sind nun Kennzahlen zur Entwicklung sinnvoller Strategien und zur Absicherung von Entscheidungen", so Lübbert weiter.

Die vollständige Studie steht hier als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Zur Studie: Für die von DTO Consulting und marktforschung.de erstellte Studie "Social Media 2011: Top-Entscheider im Experteninterview – Trends in Marketing und Marktforschung" wurden im Zeitraum von Januar bis März 2011 35 Marketing- und Marktforschungsverantwortliche aus großen deutschen Unternehmen ausführlich zur Nutzung von Social Media Marketing und –Marktforschung befragt. Die Firmen sind in den Bereichen "Dienstleistungen", "Industrie / Pharma" sowie "Konsumgüter" tätig. Die Befragungsteilnehmer sind Angehörige der Geschäftsführung, Leiter oder Mitarbeiter der Unternehmensbereiche Marketing und / oder Marktforschung, Social Media Experten oder Senior Manager Knowledge Management.


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Bernd Renslaer, 16.06.2011:
Wenn die Autoren selbst die Studie als "qualitativ" bezeichnen, was bei nur 35 wahllos herausgegriffenen Befragten ja auch sinnvoll ist, sollten sich generalisierende Aussagen wie "...haben sich in den großen Unternehmen in Deutschland...", "Zwar haben viele Firmen bereits..." usw. usf. dann nicht verbieten? Sollte man nicht zumindest erst einmal das kleine Mafo-1x1 beherrschen, ehe man Ratschläge an dei Institute erteilt?

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