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06.01.2011:

Smart Phones, Google Street View, Facebook: Reiseindustrie setzt 2011 auf neue Kommunikationskanäle

Köln - Die Reiseindustrie blickt nach dem Ende der Wirtschafts- und Finanzkrise in Deutschland positiv ins kommende Jahr. Die nachhaltige Erholung des Marktes wird sich nach Einschätzung von Top-Managern der Branche auch in den geplanten Marketingaktivitäten widerspiegeln: Bei einer aktuellen Befragung unter Entscheidern der Branche gehen 80 Prozent davon aus, dass die Reiseindustrie wieder verstärkt ins Marketing investieren wird.

Allerdings werden sich die Marketingstrategien weiter verändern. In der im Auftrag des Travel Industry Clubs von dem auf Touristik spezialisierten Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope durchgeführten Umfrage unter den Top 500 Entscheidern der Reiseindustrie vertreten 84 Prozent der Befragten die Meinung, dass im Jahr 2011 die Marketingausgaben der Touristikunternehmen verstärkt von Print- zu Onlinemedien wandern werden.

Auch dem vielfach umstrittenen Internetdienst Google Street View werden gute Perspektiven prognostiziert. Dieser hat laut Einschätzung der Experten sehr gute Chancen, sich als Marketinginstrument für touristische Destinationen zu etablieren. So kann die Reise virtuell schon vor dem Urlaub beginnen. Für 96 Prozent der Entscheider steht außerdem fest, dass der Online-Vertrieb für Urlaubsreisen weiter wachsen wird.

Insbesondere das "social networking" gewinnt für die Reiseindustrie eine immer stärkere Bedeutung. So halten knapp drei Viertel aller Befragten Facebook für einen in Zukunft unverzichtbaren Marketing- und Vertriebskanal der Touristikindustrie. Die neuen Mitbewerber zu den herkömmlichen Vertriebskanälen tragen die Menschen schon jetzt mit sich: 93 Prozent der befragten Manager erwarten, dass der Stellenwert von Smart Phones als Vertriebs- und Marketingkanal der Reiseindustrie im kommenden Jahr steigen wird. 91 Prozent prognostizieren, dass die Zahl der Reisebüros in 2011 weiter zurückgehen wird. Gleichzeitig gehen allerdings 56 Prozent auch davon aus, dass sich Reisebüros in verschiedenen Segmenten gegen die Online-Konkurrenz im Internet durchsetzen werden.

Quelle: Trendscope


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