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GfK: Matthias Hartmann will Beratung stärker in den Fokus rücken
Köln (marktforschung.de) - Der Vorstandsvorsitzende der GfK, Matthias Hartmann, will künftig einen stärkeren Fokus auf den Bereich "Beratung" legen. Dies kündigte er im Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital an. Die Beratung solle ein zusätzliches Geschäft neben der traditionellen Analyse sein, so Hartmann. "Marktforscher werten bislang vor allem aus, was passiert ist. Aber die Wirtschaft benötigt immer mehr Informationen in Echtzeit. Unsere Kunden brauchen Vorhersagen", begründet der GfK-Chef den Schritt.
Bei der Erstellung von Prognosen werde man sich auf ein Netz von 390.000 Händlern weltweit stützen, die der GfK Verkaufsdaten für mehr als fünf Millionen Produkte liefern. Das Unternehmen könne so genau bestimmen, wie sich beispielsweise der Markt für Handys, Digitalkameras oder Laptops entwickelt habe, heißt es in dem Capital-Bericht weiter.
Die GfK will ihren Umsatz bis zum Jahr 2015 auf rund zwei Milliarden Euro steigern. Dafür suche Hartmann auch geeignete Akquisitionen. "Im Moment planen wir keine Mega-Übernahme, wir wollen uns lieber gezielt verstärken", sagte Hartmann im Capital-Gespräch.
Das Unternehmen versteht sich jedoch weiterhin als Marktforscher aus Überzeugung. Auf Nachfrage von marktforschung.de bei der GfK ergänzte Matthias Hartmann: "Wir bei der GfK sind aus Überzeugung Marktforscher und beraten natürlich schon seit langem unsere Kunden bei ihren strategischen Entscheidungen. Für die Zukunft entwickeln wir zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten, um weiter zu wachsen. Dazu gehört, dass wir unsere Kunden nicht nur im Jetzt und Heute mit Informationen versorgen, sondern sie auch durch die Prognose von Marktentwicklungen unterstützen. Und hierfür haben wir als Marktforscher die beste Ausgangsbasis."
ah/cl
Kommentare und Bewertung
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