Die tägliche Online-Zeitung für die Marktforschungsbranche - regelmäßig alle wichtigen Nachrichten im kostenlosen E-Mail-Abo.
Mehr Infos? Hier klicken.
Hürth – Mit „Online Diskurse – Theorien und Methoden transmedialer Online-Diskursforschung“ ist ein...
London/GB - Schlesinger Associates schafft zwei neue Führungspositionen, um den gestiegenen...
Wiener Neudorf/Österreich - Während die Österreicher mit ihrem Privatleben äußerst zufrieden sind,...
Sämtliche Nachrichten können Sie hier abrufen.
Finanzmarkt-Studie "Markenbarometer Assekuranz": Schutzengel und Schutzschild stiften Vertrauen
Köln - Klassische Versicherermotive wie der Schild der HUK-COBURG und die stilisierten Schutzengel-Flügel der Provinzial wirken in der Kommunikation von Versicherern auf die deutschen Versicherungskunden besonders vertrauensstiftend. Motive, die einen klaren Bezug zum Thema "Schutz" haben, passen zudem nach Ansicht der deutschen Verbraucher am besten zu Versicherungsprodukten. Dies zeigen die Ergebnisse der Markenpositionierungsstudie "Markenbarometer Assekuranz" von YouGov, für die 2.570 Verbraucher zu 25 Versicherermarken befragt wurden.
Der Schild der HUK-COBURG ist der Studie zufolge das mit Abstand bekannteste Visual: 61 Prozent der Befragten ordnen es korrekt zu, nahezu jeder Fünfte (18 Prozent) glaubt es zu kennen, ordnet es jedoch einem anderen Unternehmen zu. Rang zwei bei der Bekanntheit belegt das "rote Telefon" der Direct Line (26 Prozent korrekte Zuordnung), gefolgt vom Visual der AXA ("rotes Band", 24 Prozent korrekte Zuordnung).
Doch nicht alle Versicherer lösen mit ihrer Bildsprache eine positive Assoziation bei den Verbrauchern aus: So ist bemerkenswert, dass der von der DA Direkt in der Kommunikation verwendete Crash-Test Dummy eher negativ besetzt ist. Anstatt ihn ebenfalls mit Schutz bzw. Sicherheitsmaßnahmen in Verbindung zu bringen, bringen ihn die Befragten mit Begriffen wie "Unfall" oder "Crash" in Verbindung.
"Eine Markendifferenzierung über Key Visuals kann in der Assekuranz sehr wirksam sein, da das intangible Produkt praktisch keine Erlebenskomponente für eine Imagepositionierung erlaubt. Hierbei ist es wichtig, das Key Visual konsequent an allen Touchpoints intensiv zu präsentieren", sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand und Leiter der Finanzdienstleistungsforschung bei YouGov.
Auf emotionaler Ebene müssen Versicherermarken zunehmend - neben dem Bedürfnis nach Sicherheit - den Wunsch nach Neuerungen und Innovationen bedienen. Sie sollten sich, zusätzlich zur Erfüllung der "Grundtugenden" einer Versicherung (Pflichtbewusstsein, Disziplin und Bodenständigkeit), als aufgeschlossen, tolerant und modern präsentieren. So werden Versicherer aus Verbrauchersicht für einen Abschluss attraktiver. Besonders gut gelingt dieser Spagat der HUK-COBURG.
Außerdem werden insbesondere der Allianz und ARAG die Eigenschaften Pflichtbewusstsein, Disziplin und Bodenständigkeit zugeschrieben. Das Image des aufgeschlossenen und innovativen Versicherers erfüllen (nach der HUK-COBURG) die HUK24, ERGO und CosmosDirekt besonders gut.
Mehr Informationen zum "Markenbarometer Assekuranz" finden Sie in unserem Studienshop.
cl/YouGov
Kommentare und Bewertung
-
Von Dr. Anke Müller-Peters
Das Arbeits- und Berufsleben ist in unserer Gesellschaft derzeit rasanten Veränderungen unterzogen. Viele sehen Chancen im Wandel, viele machen sich Sorgen und betonen die Risiken. Betrachten wir nur einige dieser Veränderungen. Da geht es zum Beispiel um die Frage, ob Arbeitsleben und Privatleben eigentlich noch zweierlei sind oder ob die Grenze zwischen den Lebensbereichen bis zur Unkenntlichkeit verschwimmt.
-
Von Anja Heitmann
Also, mir sind Marken gar nicht so wichtig … ich bin doch eine selbstbestimmte, kritische Konsumentin! Ich lasse mich von Werbung und den ganzen Markenstrategien kaum beeinflussen. Sicher, ich habe meine Lieblingsmarken. Ich würde zum Beispiel niemals Pepsi trinken - obwohl es ja angeblich Blindversuche gibt, bei denen die Probanden kaum einen Unterschied zu Coca Cola schmecken konnten.
marktforschung.dossier - weitere Themen:
Gesundheit! Branchenspecial Pharma
1976 war ich frisch eingestellter Juniormarktforscher bei Basis Research in Frankfurt, als die Chefin launig in die Montagsrunde fragte, wer Kapazität hätte, eine Ausschreibung "Hämorrhoiden aus Patientensicht; Leidensbild und Behandlungswege" zu bearbeiten. Betretenes Schweigen; ich hob die Hand, ich war in Probezeit.
Marktforschung 2020: Besser, anders oder gar nicht mehr da?
"Schöpferische Zerstörung" nannte der bekannte Nationalökonom Joseph Schumpeter jenen Prozess, in dem neue Unternehmen dank innovativer Ideen Wettbewerbsvorteile gewinnen und so Wirtschaft und Gesellschaft fortentwickeln – wobei aber bestehende Strukturen und Anbieter untergehen (Joseph Schumpeter, Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, 1911).
Mobile Research - hybrid unterwegs
Es war irgendwann während meines Studiums, so Mitte der 90-er Jahre. Mein jüngerer Bruder kam zu Besuch und legte seinen Neuerwerb auf den Tisch: Ein Mobiltelefon – monströs groß, mit einer Akkuleistung von wenigen Stunden selbst im Standby.
Vom Marktforscher zum Berater - Wer braucht noch Research?
Fragen wir Wikipedia: "Der Begriff 'Beratung' bezeichnet umgangssprachlich ein strukturiertes Gespräch oder eine korrespondierende Kommunikationsform […] oder auch eine praktische Anleitung, die zum Ziel hat, eine Aufgabe oder ein Problem zu lösen oder sich der Lösung anzunähern."
Customer Experience Research & Mystery Shopping
In der Theorie ist es ganz einfach: Dienstleistungsqualität schafft Kundenzufriedenheit, Kundenzufriedenheit steigert Kundenbindung, und dies wiederum führt zu Marktanteilswachstum und besseren Unternehmensergebnissen.
Branchenspecial Automotive
"Deutsche verlieren die Lust auf Autokauf", titelte Spiegel Online am Dienstag vergangener Woche. Dem Artikel zufolge fiel die Zahl der Neuzulassungen im September gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent.
Werbung und Wirkung - Von der Litfaß-Säule zum Sponsored Tweet
Wer über Werbewirkungsforschung spricht, beginnt gerne mit ein paar beeindruckenden Zahlen zu den Werbeausgaben. 26 Milliarden Euro haben deutsche Werbetreibende 2011 laut Nielsen-Statistik für die Medienschaltung ausgegeben.
Image: Wass muss ein Marktforschungsdienstleister leisten?
Das Image eines Unternehmens, einer Marke oder auch einer Dienstleistung wird gemeinhin als ein wesentlicher Einflussfaktor bei Kaufentscheidungsprozessen angesehen.
Qualitative Forschung – Marktforschung auf der Couch
Die qualitative Forschung ist ein bisschen wie die FDP. Von Anfang an dabei, oft mitentscheidend, aber dennoch immer knapp an der 5-Prozent-Hürde schrammend.
Web-Analyse - Big Data = Big Success?
Die unfassbaren Datenmengen, die im World Wide Web – und darüber hinaus auch auf Servern von Unternehmen – kursieren, sind Segen und Fluch zugleich.
Karriere in der Marktforschung - Traumberuf "Erbsenzähler"?
Haben Sie schon einmal ein Kind sagen hören: "Und wenn ich groß bin, werde ich Marktforscher?"
Online-Panels - gerade etabliert und schon von gestern?
Es ist ungefähr ein Jahr her, dass eine Meldung des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. für einiges Aufsehen sorgte: Erstmals überstieg die Zahl der Online-Interviews in Deutschland die der telefonisch durchgeführten Befragungen
Repräsentativität 2012 - Fakt, Fake oder Fetisch?
Das Thema Repräsentativität ist weder selbstverständlich noch abgehakt. Sondern immer und gerade jetzt wieder aktuell.



