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Stimmungsbarometer in der Marktforschung: Branche blickt weiter optimistisch in die Zukunft
Köln – Die Marktforschungsbranche blickt optimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte der Institutsverantwortlichen in Deutschland geht von einer weiteren Verbesserung der ohnehin als weitgehend positiv eingeschätzten Geschäftslage aus. Dies ist das Ergebnis der Befragung zum "Stimmungsbarometer in der Marktforschung", die marktforschung.de regelmäßig in Kooperation mit der webfrager GmbH bei Geschäftsführern und Vorständen deutscher Marktforschungs- und Feldinstitute durchführt.
Aktuell bezeichnen 52 Prozent der Befragten die Geschäftslage als gut. Dies sind 3 Prozentpunkte weniger als in der letzten Befragungswelle Ende 2010. Der Anteil derjenigen Unternehmen hingegen, die die derzeitige Geschäftslage als befriedigend betrachtet, liegt bei 38 Prozent und damit um exakt diese drei Prozent höher als zuvor. Keinerlei Veränderungen gibt es bei den negativen Einschätzungen: Als "schlecht" wird die aktuelle Unternehmenssituation nach wie vor von 10 Prozent der Befragungsteilnehmer eingeordnet (vgl. Chart 1). Die leichte Eintrübung beim Blick auf die aktuelle Geschäftslage spiegelt sich jedoch nicht in der Einschätzung der künftigen Entwicklung: 53 Prozent der Unternehmensverantwortlichen erwarten eine Verbesserung der Geschäftslage. Dies ist der mit Abstand höchste Wert seit Beginn der Erhebung im Herbst 2008. Diese Zahl dürfte die vielfach positive Auftragslage in den Instituten zu Beginn dieses Jahres reflektieren. Von einer gleichbleibenden Situation gehen 45 Prozent aus, lediglich 2 Prozent der Befragten rechnen mit einer Verschlechterung (vgl. Chart 2).
Positive Entwicklung der Beschäftigtensituation erwartet
Diese Einschätzungen haben auch Auswirkungen auf die Beurteilung der Arbeitsmarktentwicklung in der Marktforschungsbranche. So geht mehr als ein Drittel der Institutsleiter (36 Prozent) davon aus, die Zahl der Beschäftigten im Unternehmen steigen wird. Auch dieser Wert lag seit Beginn der Erhebungen nie höher und übertrifft die positive Einschätzung aus der Vorwelle noch um deutliche 7 Prozentpunkte. Der mit 58 Prozent größte Teil der Befragten geht davon aus, dass sich die Zahl der Mitarbeiter nicht verändert. Mit einer sinkenden Zahl der Arbeitsplätze im Unternehmen rechnen 6 Prozent (vgl. Chart 3).
Weiterhin signifikante Unterschiede zwischen qualitativer und quantitativer Forschung
Unternehmen mit Fokus auf quantitativer Forschung beurteilen ihre geschäftliche Situation weiterhin deutlich positiver als diejenigen, die sich auf qualitative Methoden spezialisiert haben. Erstere schätzen die aktuelle Geschäftslage mit 58 Prozent als "gut" ein, lediglich zwei Prozent benennen diese momentan als "schlecht". Bei den auf qualitative Forschung ausgerichteten Unternehmen bewerten lediglich 26 Prozent die derzeitige Situation als "gut", ein mit 21 Prozent annähernd gleich großer Teil spricht jedoch von einer aktuell "schlechten" Geschäftslage (vgl. Chart 4). Gleichzeitig sind die qualitativen Forscher besonders optimistisch: 58 % gehen von einer Verbesserung der Geschäftslage aus. Diejenigen Unternehmen, die sich auf quantitative Datenerhebung spezialisiert haben erwarten zu 54 Prozent eine Verbesserung (vgl. Chart 5).
Eintrübungen bei der Geschäftslage betrifft primär kleinere Unternehmen
Die leichte Eintrübung bei der Einschätzung der Geschäftslage macht sich am stärksten bei kleinen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro bemerkbar. Anders als noch in der Vorwelle bezeichnen hier nur noch 33 Prozent die derzeitige Situation als "gut". Ende letzten Jahres lag dieser Wert noch bei 45 Prozent. Der Anteil derjenigen Unternehmen, die die aktuelle Situation als "befriedigend" einschätzt, ist von 36 auf 47 Prozent gestiegen. Wenig Veränderungen gibt es hingegen bei größeren Unternehmen: So bewerten 60 Prozent der Firmen mit einem Jahresumsatz zwischen einer und fünf Millionen und 69 Prozent der Institute mit einem Umsatz von über fünf Millionen die aktuelle Geschäftslage als gut. Mit Blick auf die zukünftige Entwicklung sind die Einschätzungen quer über alle Unternehmensgrößen optimistisch (vgl. Chart 6 und Chart 7).
Zur Umfrage: Für das "Stimmungsbarometer in der Marktforschung" werden Vorstände und Geschäftsführer der Marktforschungs- und Feldinstitute von der webfrager GmbH in Kooperation mit marktforschung.de regelmäßig zur konjunkturellen Situation sowie weiteren branchenrelevanten Themen befragt. Die aktuellen Daten wurden im Zeitraum vom 10. bis zum 25. Februar 2011 unter 106 Teilnehmern erhoben.
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