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Image der Marktforschung in der Öffentlichkeit: Institutsverantwortliche sind skeptisch
Köln – Marktforschung hat ein neutrales bis eher negatives Image in der Öffentlichkeit. Zudem ist die Bevölkerung kaum in der Lage, zwischen seriösen Umfragen zum Zwecke der Marktforschung und als Umfrage getarnten Vertriebsanrufen zu unterscheiden. So lautet die Einschätzung von Geschäftsführern und Vorständen deutscher Marktforschungs- und Feldinstitute, die marktforschung.de in Kooperation mit der webfrager GmbH im Rahmen der Erhebung zum "Stimmungsbarometer in der Marktforschung" befragt hat.
42 Prozent der Institutsverantwortlichen sind der Meinung, Marktforschung habe in der Öffentlichkeit ein "neutrales" Image. Lediglich 21 Prozent glauben, das Image sei "positiv" oder zumindest "überwiegend positiv". Von einem "negativen" oder "eher negativen" Bild gehen hingegen 37 Prozent der Befragten aus (vgl. Chart 1). Einen durchaus positiven Effekt erwarten die Befragten von der Kampagne "Sag ja zu Deutschlands Markt- und Sozialforschung" der Initiative Markt- und Sozialforschung. Nahezu zwei Drittel sind der Meinung, das Image der Marktforschung in der Öffentlichkeit könne dadurch etwas oder sogar deutlich verbessert werden. Davon, dass eine solche Kampagne keine Veränderung in der öffentlichen Wahrnehmung nach sich zieht, gehen 35 Prozent aus (vgl. Chart 2).
Die mit 80 Prozent deutliche Mehrheit der Unternehmensleiter ist der Meinung, dass die Bevölkerung nicht in der Lage ist, zwischen seriös gemachten Umfragen zum Zwecke der Marktforschung und solchen Anrufen zu Unterschieden, die unter dem Deckmantel einer Befragung eigentlich eine Verkaufsabsicht hegen (vgl. Chart 3).
Uneins sind sich diese 80 Prozent hingegen bei der Frage, ob die Kampagne der Initiative Markt- und Sozialforschung auch dazu beitragen kann, dass die Öffentlichkeit besser zwischen Marktforschung und fingierten Umfragen zu Verkaufszwecken unterscheiden kann. 35 Prozent halten dies für möglich, ebenfalls 35 Prozent schließen dies hingegen völlig aus. Weitere 30 Prozent erwarten diesbezüglich keine Veränderung (vgl. Chart 4).
Zur Umfrage:
Für das "Stimmungsbarometer in der Marktforschung" werden Vorstände und Geschäftsführer der Marktforschungs- und Feldinstitute von der webfrager GmbH in Kooperation mit marktforschung.de regelmäßig zur konjunkturellen Situation sowie weiteren branchenrelevanten Themen befragt. Die aktuellen Daten wurden im Zeitraum vom 02. bis zum 16. August 2010 unter 98 Teilnehmern erhoben.
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