Bitkom: Wie können Flüchtlinge auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert werden?

    Wie können Flüchtlinge auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert werden? (Bild: Robert Kneschke - fotolia.com)
    Wie können Flüchtlinge auf dem deutschen Arbeitsmarkt integriert werden? (Bild: Robert Kneschke - fotolia.com)

Mehr als jedes fünfte Unternehmen (22 Prozent), das ohnehin bereits im Ausland nach Mitarbeitern sucht, geht laut einer Studie des Bitkom davon aus, dass sich unter den nach Deutschland geflüchteten Menschen Fach- und Führungskräfte finden. Unter den großen Unternehmen ab 500 Beschäftigten ist es sogar jedes dritte (32 Prozent).

Häufig mangelt es noch daran, dass interessierte Unternehmen und qualifizierte Flüchtlinge nichts voneinander wissen und deshalb nicht zusammenfinden. Jedes dritte Unternehmen (33 Prozent), das auch im Ausland nach Fachkräften sucht, gibt an, dass es bereits Praktikumsplätze an Flüchtlinge vergeben hat, fast genauso viele (30 Prozent) würden das gerne in Zukunft tun. Jedes fünfte Unternehmen (21 Prozent) ist grundsätzlich bereit dazu, Flüchtlingen befristete Verträge anzubieten, 16 Prozent haben bereits einmal ein solches Arbeitsverhältnis abgeschlossen. Und auch unbefristete Jobs sind für jedes neunte Unternehmen (11 Prozent) denkbar, 13 Prozent haben bereits einen solchen Vertrag unterschrieben.

"Wenn Flüchtlinge in Deutschland Ausbildung und Arbeit finden, dann ist das eine Win-Win-Situation", ist Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder überzeugt. "Wir brauchen einen digitalen Verwaltungsprozess, der schnell und rechtssicher Flüchtlinge und Unternehmen zu einem Praktikums- oder Arbeitsvertrag bringt. Ausländerbehörden, die Bundesagentur für Arbeit und die Wirtschaft müssen hier an einem Strang ziehen."

Wie Digitalisierung die Integration verbessern könnte

Nach Ansicht des Bitkom bietet die Digitalisierung auch über den Arbeitsmarkt hinaus Potenzial, um die Integration von Flüchtlingen zu verbessern und zu beschleunigen. Denkbar wären etwa  Übersetzungs-Apps oder Online-Kurse, die das bislang zu geringe Angebot an Sprachkursen ergänzen könnten, oder auch das Zuschalten von Dolmetschern bei Behördengängen über das Internet. Darüber hinaus könnten durch die Einführung einer digitalen Akte sowohl Mehrfacherfassungen verhindert als auch ein unkomplizierter Datenaustausch, etwa über Qualifikationen, ermöglicht werden.

Was Unternehmen tun können

Doch nicht nur Verwaltung und Politik sind gefordert, auch Unternehmen können sich engagieren. Hier gibt es einige Beispiele, wie Unternehmen aus der IT- und Digitalbranche ganz konkret bei der Flüchtlingsintegration mitwirken. Außerdem hat Bitkom einige Links zusammengestellt, die interessierten Unternehmen zeigen, wie sie selbst aktiv werden können.

Für Unternehmen, die Flüchtlingen einen Praktikumsplatz oder eine Stelle anbieten wollen, bietet die Bitkom Akademie ein kostenloses Online-Seminar an. Darin wird ein Überblick über die rechtlichen Vorschriften bei der Beschäftigung von Flüchtlingen gegeben, etwa mit Blick auf eine Arbeitserlaubnis oder die sogenannte Vorrangprüfung. Eine Anmeldung ist hier möglich.

Zur Studie:
Bitkom Research hat insgesamt 986 Personalentscheider und Geschäftsführer in Unternehmen ab 50 Mitarbeiter in Deutschland befragt. 115 Personalverantwortliche gaben an, dass sie sich in den vergangenen zwölf Monaten konkret mit dem Thema Rekrutierung ausländischer Fach- und Führungskräfte beschäftigt haben. Diese Teilgruppe beantwortete spezifische Fragen zur Integration von Flüchtlingen in Deutschland.

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Unterstützer

Jede Aktion lebt von ihren Unterstützern. Diese tragen die Idee und verbreiten das Anliegen. Es ist dabei nicht wichtig, ob es sich um Einzelpersonen oder Unternehmen handelt. Jeder kann beim Helfen helfen.

Es ist ebenfalls zunächst zweitrangig, ob die Unterstützung in Form einer Spende oder aber auch als simples Verbreiten der Aktionsidee daherkommt.

Im Folgenden finden Sie eine Liste derer, die Researchers4Refugees – in der einen oder anderen Form –  unterstützen:

  • SKOPOS
    Institut für Markt– und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­schung
    GmbH & Co. KG
  • Research Now GmbH
  • respondi AG
  • Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF)
  • Matthias Fargel (Beirat marktforschung.de)
  • Dr. Martin Einhorn (Leiter Marktforschung Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Beirat marktforschung.de)
  • result GmbH
  • Prof. Dr. Christa Wehner (Professorin an der Hochschule Pforzheim, Leiterin des Studiengangs Betriebswirtschaft/Markt- und Kommunikationsforschung, Beirat marktforschung.de)
  • YouGov Deutschland AG
  • SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH
  • INTEGRAL Markt- und Meinungsforschungsges.m.b.H
  • Wolfgang Dittrich (Geschäftsführer d.core, Beirat marktforschung.de)
  • GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung (mehr dazu: www.gim-radar.de/gelebte-solidaritaet-die-gim-spendet-fuer-fluechtlinge/)
  • RIECKE - Lösungen für Marktforschung
  • advise research GmbH
  • at random international GmbH
  • Sabine Menzel (Director Consumer & Market Insights, L'ORÉAL Deutschland GmbH; Beirat marktforschung.de)
  • LDB Gruppe
  • T.E.A.M Team für effiziente angewandte Marktpsychologie
  • FactWorks GmbH - High-End-Marktforschung und Analytics
  • SSI Survey Sampling Germany
  • Böhm Marktforschung & Demografie-Beratung
  • Questback GmbH
  • Lisa Dust - Geschichten aus Daten
  • TNS Deutschland GmbH
  • Infraquest GmbH
  • Telquest GmbH
  • Foerster & Thelen Marktforschung Feldservice GmbH
  • NÜCHTERN // MARKTFORSCHUNG
  • SR Strategy Route
  • GapFish GmbH
  • Norstat Deutschland GmbH
  • mind-centric
  • rc - research & consulting GmbH
  • komma Forschungs- und Beratungsgesellschaft mbH
  • Checkpoint Marktforschung
  • (r)evolution GmbH
  • Interdisziplinäre Studiengesellschaft e.V.
  • Millward Brown
  • SOKO Institut GmbH
  • infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH
  • Interrogare GmbH
  • Dose Marktforschung
  • Neuro Flash
  • Umfragenwerk

Möchten auch Sie als Unterstützer in dieser Liste erscheinen? Schreiben Sie uns eine E-Mail an info(at)researchers4refugees.com. Vielen Dank.

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